Ein krasser Text, den ich gerade im Lesarion-Forum entdeckt habe:

Hat eine noch den Überblick? Die Meisten wissen ja ganz genau bescheid, über die Unterdrückung der Frauen, in aller Welt. Aber was ist mit uns? Geht es uns gut? Werden Frauen hier, bis auf einige wenige Punkte, die noch nicht ganz erreicht wurden, nicht mehr unterdrückt?

Ich denke doch. Aber es ist um so schwieriger, den Methoden auf die Spur zu kommen, je verfeinerter sie sind. Wünschen würde ich mir eine Kollage. Ich sehe etwas, aber nicht alles. Also schön fände ich es, wenn nicht nur auf meinen Ansichten herum diskutiert würde, sondern: Was seht ihr? Wo ist es EUCH in eurem Leben aufgefallen? Ich sehe am meisten, diesen immensen Frauenhass, den Frauen gegen sich selbst richten und auch (grade hier bei lesarion) oft gegen einander. Gegen andere Frauen. Ist das nun unsere eigene „Schuld“, wenn wir uns so nicht annehmen, wie wir sind? Ist das zufällig so gekommen? Oder hat das Methode?

Da wäre einmal das Schönheitsideal. Durch die Medien immer und immer wieder aufs Neue installiert. (Wenn frau nicht auf der Hut ist.) Das führt dazu, dass 90% der jungen Frauen sich nicht für schön halten. Das wiederum ist ein beträchtlicher Nachteil, fürs Selbstbewusstsein, führt zu Nachteilen in Beziehungen zu Männern (Gäbe es dieses Ideal nicht, würden die doch im Boden versinken, vor der Schönheit der Frauen! Meine Ansicht.) Statt dessen sitzen sie fast alle dem Wahn auf, natürlich nicht schön genug zu sein. Daraus ergeben sich bei vielen Frauen Esstörungen, die wiederum BEI 10% VON IHNEN ZUM TODE FÜHREN!!!!!!

Ein sehr guter Artikel dazu, unter:

http://www.frauenzentrum-mainz.de
(ganz unten den Artikel: Der Zwang zur Norm anklicken)

Meine persönliche Erfahrung dazu: Die Mutter einer Schulfreundin starb an den Folgen einer Schönheitsoperation. Nachdem sie ein paar Jahre massive Schmerzmittel nehmen musste, versagte ihre Niere!
Auf der anderen Seite wird in allen Medien suggeriert, dass eine Frau ohne Mann partu unglücklich sein muss. „Hat wohl keinen abbekommen“ und ähnliche Sprüche. Führt oft dazu, dass Frauen sich mit Männern verbinden, die sie eigentlich garnicht richtig lieben, um nicht als Verliererin da zu stehen. Garnicht zu fragen, was Frauen sich alles gefallen lassen, um nur ja nicht single (also eine „Loserin“ zu sein.

Dann: Was ist mit den Vorbildern, besonders in den Kinderfilmen, Büchern, ect. Ich war oft total geschockt. Kein Nachmittag, an dem nicht eine böse Hexe über den Bildschirm flaniert. Fast alle Frauen dort, die mächtig sind, werden als böse hingestellt. Siehe Narnia (eine Verunglimpfung der Schneegöttin Skade und Holle!) oder die Meerjungfau Arielle…. Es gibt nur wenige Gegenbeispiele, wie Pippilangstrumpf oder Bibiblocksberg.

Dann die ständige Reproduktion der Opferrolle der Frauen. Frauen, die sich anbieten, vergewaltigt geschlagen werden. Ständige Schreckensmeldungen. (Schon vor Jahren wurde in den USA alle 2 Sekunden eine Frau vergewaltigt. Das mag heute noch mehr sein.)

Von den Weltreligionen garnicht zu sprechen, die allesamt massiv frauenfeindlich sind. Sei es alleine durch das Fehlen von Göttinnen (eine Ausnahme bildet der Hinduismus) und weibliche Propheten. Paulus schrieb: Die Frau sei dem Manne Untertan. Sie schweige in der Gemeinde. Dieses Schweigegebot wirkt bis heute. Es gibt Studien (in Finnland) die belegen, dass in gemischten Schulklassen 2 Drittel Jungs drangenommen werden, obwohl Mädchen sich genau so oft melden.

Was mir auch auffällt: Frauen sollen immer bescheiden sein. Die Folge: Sie gehen oft mit wenig Selbstbewusstsein daran, ihre Werke zu veröffentlichen, sich auf die Bühne zu stellen, ecc..
Wenn sie selbstbewusster gehen, dann sind ihre Chancen aber viel größer!

Nun auf die Sexualität zu sprechen zu kommen. Während Männer ihre Potenz zur Schau tragen, wird die Sexualität der Frauen oft als etwas ekeliges hingestellt. Sie lässt sich anbaggern. Baggert doch selber nicht….
Mir ist da das Buch Traumzeit von Barbara Wood aufgefallen. Obwohl sie sich als Feministin versteht (ich finde ihre Idee genial, dass wir dem Traumpfad unserer Mütter folgen!) bedient sie unbewusst ein Klischee, in ihrer Figur der Pauline: Pauline (eine oberflächliche Person) verliebt sich in einen Mann und ergreift nach einiger Zeit selber die Initiative. Mit Erfolg. Kurz vor der Hochzeit, verliebt sich der Mann aber in eine viel wertvollere Frau und Pauline endet unglücklich. Dabei wurde sie auchnoch mit Artemis verglichen!!!!

http://www.lesarion.de/forum/forum_antwort_ver3.php?id=210315&block=1&forum=3