Habe über das Thema „Verehrung“ und „Frauen anschwärmen“ noch ein wenig nachgedacht, und bin beim Frühjahrsputz doch glatt fündig geworden. Denn in einem verstaubten Karton und ganz hinten im Bücherregal lagerten sie dann: Die Din A4 großen und fast schon vergessenen Heftchen, die meine beste Schulfreundin einst für mich gemacht hatte. (Und ich hatte ihr ebenso welche gebastelt, die jetzt natürlich sie hat …) Selbst geschriebene Geschichten mit den passenden Bildern dazu, Teenagerfantasien, deren Handlungen und Protagonistinnen dem Alltag entnommen waren und dann einfach weitergeträumt wurden. Lehrerinnen, die wir toll fanden, Konzerte, auf denen wir waren (Helen Schneider), angehimmelte und nicht erreichbare (Ballett) Stars, all das wurde reingepackt und hemmungslos weitergesponnen.

Eigentlich nichts Besonderes, aber irgendwie doch, weil es ziemlich sexuell war. Ein früher Versuch des weiblichen Begehrens und ich habe da, so glaube ich, meine Freundin mitgerissen. Wir haben uns dann immer weiter angestachelt, uns die von uns begehrten Frauen versucht nackt vorzustellen, und was wir alles mit ihnen machen würden, wenn wir mit ihnen mal alleine wären usw. Und dabei hatte alles so ganz harmlos angefangen, mit im Unterricht auf kleine Zettelchen gekritzelten Karikaturen… Machen so was eigentlich viele Mädchen und vergessen sie es dann einfach später wieder? Meine Freundin (die genauso stark in die Frauen verliebt war wie ich) hat später einfach geheiratet als sei nichts gewesen. Oder waren wir/ich da eine Ausnahme gewesen, mit dieser recht sexualisierten Form von Teenagerträumen …?

Hier einige Zeichnungen/Bilder aus den Heftchen, die meine beste Freundin in der 8-9ten Klasse (ca. 1980-1982) für mich gemacht hat: