Und wegen des großen Erfolges von: „Ja, wir sind gegen Trans“ nun auch: „Jawohl, wir sind auch gegen Hetero.“ ;-)
(Aber eigentlich müsste es heißen: Warum wir weder an Transsexualität, noch an die Hetero-oder Homosexualität glauben…)

Zumindest gegen diese überall propagierte Zwangsheterosexualität. Bei mir verursachen diese endlos vielen und unsere Kultur überschwemmenden Propagandafilme- Bilder und Texte eine regelrechte Übelkeit. Ihr ewig gleicher Le(e)hrinhalt: Mann und Frau gehören immer und ausschließlich zusammen, sowohl im kurz keuchenden Bettgetümmel, auf dem heimischen Sofa, vor dem Fernseher, beim Mannschaftssport als auch im dynamisch modernen Karriereteam. Zusammen shoppen bei H&M, Fußballgucken in männerschweißgetränkten Stadien, gähnend sprachlose Pärchenabende, Sie und Er, Kind und Kegel; dabei will Er doch meistend nur mit seinen Kumpels zusammen sein und Sie träumt nebenher vom ewigen Liebesglück. Alleine mit IHM. Die Freundin wird vergessen, warum auch noch Frauen, dieses unwürdige Geschlecht, denn es gibt ja jetzt Den Freund- nur noch Er, Er, Er-in ihrem Universum. Queere Unterwerfung. Fazit: Heterosein macht Frauen dumm und devot. Auch im Beruf. Und dort dann besonders, Schulter an Schulter unter ihm in Seiner Bruderschaft.

Extra für mädchenmannschaft.net, die uns bei ihrer Wahl zum Bloggermädchen 2010 an den virtuellen Pranger gestellt haben. Als einziger lesbischer Blog, der dort nominiert war, wurde gerade uns inhaltlich gänzlich unrefektiert und uninformiert vorgeworfen, dass wir Zitat: „Menschen wegen ihres Geschlechts und ihrer Sexualität diskriminieren.“ Nun denn, wenn das mal nicht Misogynie, Homophobie und Stutenbissigkeit vom Allerfeinsten ist. Danke MädchenMANNschaft! Das war eine sehr schwache Leistung für einen Blog, der sich als Sprachrohr eines neuen, frischen und nicht so dogmatischen Feminismus sieht. Ich empfehle daher sich mal ernsthaft mit  der Geschichte der sogenanten Transsexualität, also der Vorstellung sich in falschen Körper zu befinden bzw. mit dem „Dritten Geschlecht“ auseinandersetzte. Z. B. was von/über die Sexualwissenschaftler des 19. Jh. wie Krafft-Ebing und Havelock Ellis zu lesen (und ich wette da wird einigen ein homophobes Lichtlein aufgehen!) annstatt nur mitläuferisch auf jeden schwul-queeren Zeitgeistzug aufzuspringen, der einem so entgegenkommt. HIER zu Anfang schon mal die Geschichte von Transsexualität und wie sie mit Intersexualität zusammen- bzw. eben nicht zusammenhängt, aber sie für ihre Zwecke instrumentalisiert hat. (Weitere Erklärungen siehe Kommentare.)