Diese Videos sind ein kleiner Vorgeschmack für einen Artikel, den ich noch schreiben werde, zum Thema „Lesbische Hollywooddiven“. Sogar heute in unserem ach so fortschrittlichen 21. Jahrhundert negiert/verdrängt die breite Öffentlichkeit, dass der größte Teil der Schauspielerinnen im Hollywood der zwanziger und dreißiger Jahre (und noch danach) Affären mit Frauen hatten. Dazu gehören bekannten Größen wie Marlene Dietrich, Joan Crawford, Greta Garbo und Barbara Stanwyck. Sie lebten in den sogenannten Lavendel-Ehen (eine Ehe die oft mit schwulen Männern geschlossen wurde, um das heterosexuelle Image in der Öffentlichkeit zu bewahren), um privat ihre wahren erotischen Vorlieben ausleben zu können. Auf der Leinwand wurden sie jedoch immer als rein heterosexuelle Göttinen inszeniert und man duldete ihre „Eskapaden“ solange sie heimlich passierten. Regisseure wussten die Ausstrahlung frauenliebender und begehrender Frauen zu schätzen, denn sie waren mehr Subjekt in ihrer Körpersprache und Aura und das kam sowohl beim männlichen als auch beim weiblichen Publikum an. Diese Szenen sind kleine Augenblicke weiblicher Filmgeschichte, die auf irgendeine Art und Weise der Zensur der damaligen Zeit entgehen konnten, in denen die Schauspielerinnen für einen Moment aus der gewohnten Rolle ausbrechen und ihr lesbisches Begehren sichtbar machen. Greta Garbo macht dies besonders durch ihre aktive aber nicht unweiblich wirkende Körpersprache, Joan Crawford zeigt ihre extreme Leidenschaft (wenn auch im negativen Sinne) auf eine Frau bezogen und Marlene Dietrich küsst in einer Szene (die sie selbst so den Produzenten vorschlug) in der Öffentlichkeit eine Frau.