Frauen offenbaren/erkennen/sehen sich nur gegenseitig, wenn sie (auch körperlich) zusammen sind…. Wo sind aber die Trennungen? Die monogame und heterosexuelle Ehe (ein Mann hat eine Frau und mit ihr dann die Kinder) ist die erste Stufe der Separierung. Der moderne Mann hat eine Sklavin und ein Tier an der Hand. Sehr gut immer Sonntags zu beobachten- ER führt SIE in der Öffentlichkeit spazieren und Seine Hand liegt beim Führen durch den Park/Wald, die Grünanlage stets über ihrer Hand=Besitzerstolz und Unterwerfungsgeste. Alles ist im Fluss und hetero antik/queerer Quark von gestern? Also gut ein zweites Beispiel ist nötig: Ich sage mal die Arbeitswelt ist die Ehe des 21. Jh. – denn wenn schon nicht Ehe dann wenigstens erfolgreich im Job – und Kinder und Job sind doch völlig leicht unter einen Hut zu bringen, oder? Ja, nein, eher nicht so ? Eben. Und da findet eben die zweite und aktuelle Separierung von Frauen statt, der Job und seine ganz speziellen Hierarchien. Männer machen die Regeln und Frauen passen sich an, Männer finden sich in Kneipenkumpelfreundschaften auch nach Feierabend zusammen – Frauen haben stets das Nachsehen. Er macht die Regeln – Sie hält sich sklavisch daran. Und dann die erste eiserne Regel im Job: Es ist alles ok und wenn nicht – wird trotzdem geschwiegen. Sie (die Frauen) sind getrennt, selbst wenn sie das gleiche Büro teilen, denn die männlich orientierte Hierarchie verhindert jegliche ehrliche Kommunikation miteinander. Starr brutal wie ein Aufmarsch in IrakAfghanistan, klirrend wie der Berliner Winter, der Traum von einem orientalischen Harem mutet da fast schon feministisch gegen an. Mund gegen Mund, Leib an Leib, gegenseitiger Atemaustausch und ein Hauch von irrwitzig klebriger Hoffnung, so körpernah verbunden erkennen sich dann auch die Seelen wieder, die gemeinsamen.