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	<title>Feminine Lesbians</title>
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	<description>Blog für Frauen, die Frauen lieben</description>
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		<title>Feminine Lesbians</title>
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		<title>Catherine Deneuve: Begierde</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 16:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmschnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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So wie in diesem herrlichen Ausschnitt aus dem Vampirfilm Begierde/The Hunger (1983) mit Catherine Deneuve und Susan Sarandon, spielt es sich tatsächlich manchmal auch in der Realität ab. Wenn eine &#8222;Heterofrau&#8220; sich in einen verliebt, man ihr lesbisches Begehren geweckt hat und sie nicht mehr zurück kann, weil sie &#8222;gebissen wurde&#8220; und von nun an [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3719&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/28/catherine-deneuve-begierde/"><img src="http://img.youtube.com/vi/t-UFDMqXfBM/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>So wie in diesem herrlichen Ausschnitt aus dem Vampirfilm <em>Begierde/The Hunger</em> (1983) mit Catherine Deneuve und Susan Sarandon, spielt es sich tatsächlich manchmal auch in der Realität ab. Wenn eine &#8222;Heterofrau&#8220; sich in einen verliebt, man ihr lesbisches Begehren geweckt hat und sie nicht mehr zurück kann, weil sie &#8222;gebissen wurde&#8220; und von nun an selbst eine Vampirin/Frauenliebend ist. Zuerst kämpft sie mit aller Kraft dagegen an, schlägt wild um sich, greift einen an und hasst einen bis aufs Blut und will wieder zurück in ihr altes Leben. Das nicht mehr möglich ist. Angst, Begehren, Angst. BEGIERDE. Es ist sozusagen eine Coming-out-Szene, eine Transformation und Wandlung.</p>
<p>Und was lehrt uns hier die Deneuve? Einfach cool bleiben und seiner Sache völlig sicher sein. Dann klappt es auch mit den Damen;-) Das war jetzt natürlich ein Scherz, aber in jedem Scherz steckt doch auch immer ein Fünkchen Wahrheit, oder?</p>
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		<title>Verliebt in die Lehrerin</title>
		<link>http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/25/verliebt-in-die-lehrerin/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 19:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sophia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ist eine wahre Geschichte aus meinem Leben. Sie scheint sehr außergewöhnlich zu sein, aber irgendwie ist sie es auch nicht. Ich denke, dass das was ich erlebt habe kein Einzelfall ist, denn ich habe von anderen Studentinnen ähnliche Geschichten gehört &#8211; von Gesangslehrerinnen die sich in ihre Schülerinnen hineinsteigern (in meinem Fall war es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3688&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_3697" class="wp-caption alignnone" style="width: 360px"><a href="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/romy1.gif"><img class="size-full wp-image-3697" title="romy" src="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/romy1.gif?w=350&#038;h=257" alt="" width="350" height="257" /></a><p class="wp-caption-text">Szene aus &quot;Mädchen in Uniform&quot; mit Romy Schneider und Lilli Palmer</p></div>
<p><em>Hier ist eine wahre Geschichte aus meinem Leben. Sie scheint sehr außergewöhnlich zu sein, aber irgendwie ist sie es auch nicht. Ich denke, dass das was ich erlebt habe kein Einzelfall ist, denn ich habe von anderen Studentinnen ähnliche Geschichten gehört &#8211; von Gesangslehrerinnen die sich in ihre Schülerinnen hineinsteigern (in meinem Fall war es die Geigenlehrerin), von Vorfällen bei denen die Grenze zwischen dem Beruflichen und Privaten überhaupt nicht mehr auszumachen war. Der musikalische Einzelunterricht ist meiner Meinung nach ein winziger weiblicher Mikrokosmos in einer ansonsten eher männlich dominierten Welt, ein Raum in dem zwei Frauen unter sich sind und sich auf der intimsten Ebene begegnen können. In diesem Raum kann viel passieren – und ganz ehrlich – wieviele rein weibliche Räume gibt es denn überhaupt noch hier?</em></p>
<p><em> Der übliche Fall ist, dass die Lehrerin keine Freundinnen in ihrem Alter findet und in ihren Schülerinnen eine Art von Beziehungsersatz sucht. Sie verabredet sich manchmal auch privat mit ihnen, so wie es in meiner Geschichte der Fall ist.</em></p>
<p>Sie war Ende vierzig und hatte eine Vorliebe für sehr teure Parfums, die sich einprägend durch die Flure der örtlichen Musikschule zogen. Sie schminkte sich ihre Augen mit einem Lidstrich wie Maria Callas, die sie verehrte und durch die sie mich zum Operngesang brachte. Sie war in Russland dressiert worden, stieg auf zum Fernsehstar und kam dann mit 18 Jahren nach Deutschland an die Musikhochschule, studierte bei einem weltberühmten Professor – und heiratete einen noch viel älteren Mann. Doch im Gegensatz zur Callas gab sie ihre Karriere für die Kinder auf und arbeitete als Geigenlehrerin an einer städtischen Musikschule in der Provinz.</p>
<p>Es fing damit an, dass sie mich immer bis zur Bushaltestelle im Auto mitnahm. Sie parkte mitten im Verkehr und wir redeten und redeten, konnten uns nur schwer voneinander trennen. Ich war gerade 14 geworden und sie eröffnete mir eine völlig neue Welt. Ich kaufte alle CDs die sie mir auftrug und verlor mich in der Welt der romantisch-dramatischen Klänge. Rachmaninov und Chopin, Sibelius-Violinkonzert und Symphonie Pathétique von Tschaikowsky spiegelten mein unterdrücktes, aber doch immer stärker werdendes Verlangen und Sehnen nach ihr wieder. Eines Tages, ich auf dem Beifahrersitz neben ihr, legte ich meine Hand vorsichtig auf ihren Oberschenkel (ich hatte das in irgendeinem Film gesehen). Sie blieb still, sie wehrte sich nicht, auch nicht, als ich all meinen Mut zusammen nahm und mit meinen Fingern zwischen ihre Beine glitt. &#8222;Magst du das?&#8220; fragte ich sie verwirrt und sie antwortete mir ebenso verunsichert &#8222;Das musst du ja nicht wissen&#8230;&#8220;</p>
<p>Dann waren wir zwei, die sie abgöttisch liebten, – ich und meine beste Freundin Anna, die auch bei ihr lernte und sich bald in einem unerbittlichen Konkurenzkampf im Geigen und um die Gunst der Lehrerin gegen mich stellte. Ich war damals 16 und sie 18.</p>
<p>Ammy, so nannten wir sie zärtlich, lies sich nach den gemeinsamen Konzerten von uns in Bars abschleppen – oder sie schleppte uns ab – ich weiß es nicht mehr so genau. Sie bezahlte uns teure Cocktails und sie liebte es mit uns zu flirten und uns als ihr Eigentum zu präsentieren. Wenn sie mit uns im Parkhaus ihren schwarzen BMW suchte, dann hielten wir sie noch lange fest, rangelten mit ihr und sie ließ sich unter halblauten Protesten von uns abküssen. Dann brauste sie im Eiltempo in die Nacht hinaus&#8230;<br />
Ein Bild welches ich nie vergessen werde – wir in ihrem pechschwarzen BMW, sie am Steuer, sie fuhr Richtung Innenstadt und plötzlich in einen Kreisverkehr. Sie fuhr immer weiter im Kreis und wir kreischten und lachten, keiner von uns kannte das Ziel.</p>
<p>In den Sommerferien hat sie immer nur meine Freundin zu Hause besucht. Sie hat für uns gekocht (das konnte sie wirklich gut) und die Eltern meiner Freundin haben nie etwas von diesen Besuchen, während sie im Urlaub waren, erfahren.<br />
Eines Abends spielte sie selbst ein Konzert, ein Violinkonzert von Bach und war noch viel aufgeregter als wir. Danach gingen wir mit dem Orchester etwas trinken, die Leute beäugten uns neugierig, man ahnte, dass da etwas war. Kurz vor Mitternacht fuhr sie uns noch bis zur Bushaltestelle und sie war angetrunken und immer noch aufgekratzt von dem vielen Lampenfieber. Ich spürte die Gelegenheit und küsste sie zum Abschied mitten auf den Mund und meine Freundin machte es mir wie immer nach. Doch bei ihr wurde sie ganz still, sekundenlang ruhten Annas zarte Lippen auf ihrem dunkelrot geschminkten Mund, sie wartete und wartete auf mehr, aber nichts passierte.</p>
<p>Dann irgendwann brach das &#8222;Verrückte Trio&#8220;, wie uns eine andere Geigenlehrerin neidvoll nannte, auseinander – ich hatte ein neues Leben, einen Studienplatz für Gesang an der Musikhochschule und eine neue Lehrerin, die ich verehrte. Eifersucht hatte die Beziehung zwischen mir und Anne vergiftet, zusammengeschweißt in Hassliebe liebten wir beide mehr die Lehrerin als uns gegenseitig. Sie aber konnte sich nicht entscheiden, oder vielleicht fand sie es auch einfach nur schön bewundert zu werden. Ich war die aktivere von uns beiden, meine Freundin war die attraktivere – das war das Drama.</p>
<p>Und jetzt vor kurzem habe ich wieder mit ihr telefoniert (ich kann wirklich schlecht mit Frauen abschießen). Ich wollte es genau wissen&#8230; habe mir vorher ein Glas Wein gegönnt und ihr von meiner (ebenso verheirateten) Schauspiellehrerin erzählt, die sich mit mir verabredete und mir dann mitten in der Öffentlichkeit einen Zungenkuss gab. Sie war beeindruckt, aber meinte, dass das mit Liebe nicht so viel zu tun hätte, da sie so schnell zur Sache gekommen sei.</p>
<p>Dann erzählte sie mir Folgendes: Sie war mit Anfang zwanzig in Lesbenbars gewesen, aber die Frauen hatten ihr nicht gefallen und sie sagte, dass sie von ihnen von oben herab behandelt worden wäre (was gut sein kann, denn die Lesben verachten alles weibliche). Und ja, sie wusste auch von den romantischen Frauenfreundschaftendes 19. Jahrhunderts, hatte George Sand gelesen und schwärmte für Greta Garbo und Romy Schneider &#8211; sie wusste auch, dass beide Affären mit Frauen hatten. Aber mit dem Sex, damit tat sie sich schwer, sie wollte nicht so richtig daran glauben, oder vielleicht verdrängte sie das aus einem anderen Grund. Ich beschrieb ihr, wie ich mich mit meiner Schauspiellehrerin im Einzelunterricht angefasst und geküsst hatte und sie taute langsam auf. &#8222;Schläfst du denn noch mit deinem Mann?&#8220; fragte ich sie und sie bejate es sofort. &#8222;Und willst du das denn?&#8220; Es folgte eine unerträgliche Stille, bis sie stammelte, dass das doch egal sei und dass es doch jeder auf seine Art mache. &#8222;Dein Körper sollte dir aber schon gehören&#8230;&#8220; Mehr Worte brachte auch ich nicht mehr hinaus, ich kam auch nicht dazu, denn sie musste panisch auflegen – ER hatte etwas gemerkt, ein dunkler Schatten im Hintergrund, wachsam wie ein Tier, den Machtverlust genau spürend.</p>
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		<item>
		<title>Neu erschienene Bücher zum Thema Frauenliebe</title>
		<link>http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/22/neu-erschienene-bucher-zum-thema-frauenliebe/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 15:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sophia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Female Writing]]></category>
		<category><![CDATA[Planet Utopia]]></category>
		<category><![CDATA[Über Europa hinaus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte hier einige Bücher vorstellen, die vor kurzem auf englisch erschienen sind und die sich wie wir in ihrer Thematik mit dem lesbischen/weiblichen Begehren jenseits der gängigen Lesbenszene befassen. In den letzten Jahren hat es in den Vereinigten Staaten eine ganze Welle an Büchern zu diesem Thema gegeben – sie berichten über das Coming-Out [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3634&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich möchte hier einige Bücher vorstellen, die vor kurzem auf englisch erschienen sind und die sich wie wir in ihrer Thematik mit dem lesbischen/weiblichen Begehren jenseits der gängigen Lesbenszene befassen. In den letzten Jahren hat es in den Vereinigten Staaten eine ganze Welle an Büchern zu diesem Thema gegeben – sie berichten über das Coming-Out von Hetero-Frauen, über verheiratete Frauen, die gleichzeitig in Beziehungen mit Frauen leben und sie untersuchen die Geschichte nach Fragmenten weiblichen/lesbischen Begehrens.</p>
<p><strong><br />
&#8222;Sapphistries: A global history of love between women&#8220; von Leila Rupp</strong></p>
<p>Auch wenn es erst Ende dieses Jahres erscheinen wird, ist es aber meiner Meinung nach das wichtigeste Buch hier &#8211; denn es unternimmt den gewagten Versuch Liebe und Sex zwischen Frauen quer durch die Geschichte und die verschiedenen Kulturen sichtbar zu machen. Leila Rupp knüpft u.a. an das Buch &#8222;Surpassing the love of men&#8230;&#8220;  von Lillian Faderman an und das von ihr erfundene Wort &#8222;Sapphistries&#8220; beschreibt das breite Kontiuum der gelebten Frauenbeziehungen und Freundschaften, ähnlich des von Adrienne Rich beschriebenen lesbischen Kontinuums. Auch sie sieht die Schwierigkeit darin, die einerseits meistens asexuellen romantischen Frauenfreundschaften mit den sexuellen Beziehungen sich maskulin inszenierender Lesben zusammenzubringen.</p>
<p><a href="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/9780814775929_rupp_cover_lg.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3635" title="9780814775929_Rupp_cover_lg" src="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/9780814775929_rupp_cover_lg.jpg?w=315&#038;h=473" alt="" width="315" height="473" /></a><br />
Inhaltsangabe:<br />
<em>&#8222;From the ancient poet Sappho to tombois in contemporary Indonesia, women throughout history and around the globe have desired, loved, and had sex with other women. In beautiful prose, &#8222;Sapphistries&#8220; tells their stories, capturing the multitude of ways that diverse societies have shaped female same-sex sexuality across time and place. Leila J. Rupp reveals how, from the time of the very earliest societies, the possibility of love between women has been known, even when it is feared, ignored, or denied. We hear women in the sex-segregated spaces of convents and harems whispering words of love. We see women beginning to find each other on the streets of London and Amsterdam, in the aristocratic circles of Paris, in the factories of Shanghai. We find women&#8217;s desire and love for women meeting the light of day as Japanese schoolgirls fall in love, and lesbian bars and clubs spread from 1920s Berlin to 1950s Buffalo. And we encounter a world of difference in the twenty-first century, as transnational concepts and lesbian identities meet local understandings of how two women might love each other. Giving voice to words from the mouths and pens of women, and from men&#8217;s prohibitions, reports, literature, art, imaginings, pornography, and court cases, Rupp also creatively employs fiction to imagine possibilities when there is no historical evidence. &#8222;Sapphistries&#8220; combines lyrical narrative with meticulous historical research, providing an eminently readable and uniquely sweeping story of desire, love, and sex between women around the globe from the beginning of time to the present.&#8220; </em>Quelle: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0814775926/ref=pd_lpo_k2_dp_sr_1?pf_rd_p=471061493&amp;pf_rd_s=lpo-top-stripe&amp;pf_rd_t=201&amp;pf_rd_i=0774817828&amp;pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_r=1TR5HBCSAAZMMFQ6H01K" target="_blank">amazon.com</a><br />
<a href="http://books.google.de/books?id=ArVw53LH-04C&amp;printsec=frontcover&amp;dq=sapphistries#v=onepage&amp;q=&amp;f=false">Textauszug</a></p>
<p><strong><br />
&#8222;Between Women: Friendship, Desire, and Marriage in Victorian England&#8220; von Sharon Marcus</strong></p>
<p>Ein weiteres Buch zum Thema der romantischen Freundschaften ist &#8222;Between Women: Friendship, Desire, and Marriage in Victorian England&#8220; von Sharon Marcus (2007), knüpft auch an Lillian Faderman an und geht noch einen Schritt weiter, indem u.a. der sexuelle Aspekt der viktorianischen Frauenfreundschaften und die (zu dieser Zeit viel authentischerere) Darstellung des weiblichen Alltags in den damaligen Medien, wie z. B. in Modezeitschriften, mehr berücksichtigt wird.</p>
<p><a href="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/6a00d8341c5e4053ef00e54f2878908833-640wi1.gif"><img class="alignnone size-full wp-image-3637" title="6a00d8341c5e4053ef00e54f2878908833-640wi" src="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/6a00d8341c5e4053ef00e54f2878908833-640wi1.gif?w=300&#038;h=461" alt="" width="300" height="461" /></a></p>
<p>Inhaltsangabe:<br />
<em> &#8222;Queen Victoria would not be amused. In this persuasively argued, provocative book, Marcus makes the case that women in late 19th-century England engaged in intimate friendships—which &#8222;the Victorians&#8230; believed cultivated the feminine virtues of sympathy and altruism&#8220;—that often had a sexual component of visual objectification and even sexual intimacy. Marcus, associate professor of English and comparative literature at Columbia, probes a wide range of the period&#8217;s culture—novels of Dickens, Trollope and George Eliot; women&#8217;s fashion magazines; female children&#8217;s literature; doll stories—to understand a Victorian culture that is not interpreted by &#8222;our present-day belief that heterosexual norms dominate all lives.&#8220; Going against the current academic grain, Marcus maintains that images of women in fashion magazines did not turn women into passive objects but represented women&#8217;s own &#8222;erotic appetite for femininity.&#8220; Much of Marcus&#8217;s material will be new to the common reader, and she presents it in plain, engaging prose. Many of her examples are marvelously intriguing: her critique of the conservative opposition to same-sex marriage is bolstered by her documentation of prevalent female-female marriage in the 19th century involving such noted women as Charlotte Cushman, Anne Lister and Rosa Bonheur. This is an important addition to the current literature on sexuality and gender. (Feb.)&#8220;</em> Quelle: <a href="http://www.amazon.com/Between-Women-Friendship-Marriage-Victorian/dp/0691128359/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1258903252&amp;sr=1-1" target="_blank">amazon.com</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/reader/0691128359/ref=sib_dp_pt#reader-link">Textauszug</a></p>
<p><strong><br />
&#8222;Crossing Borders: Love Between Women in Medieval French and Arabic Literatures&#8220; von Sahar Amer</strong></p>
<p>Das im Jahr 2008 herausgekommen Buch von Sahar Amer: &#8222;Crossing Borders: Love Between Women in Medieval French and Arabic Literatures&#8220; erkundet Darstellungen von lesbischer Liebe und Sexualität in Islamisch-Arabischer Literatur des Mittelalters und zeigt ihren Einfluss auf die französische mittelalterliche Literatur auf.</p>
<p><a href="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/14429.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3638" title="14429" src="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/14429.jpg?w=225&#038;h=339" alt="" width="225" height="339" /></a></p>
<p>Inhaltsangabe:<br />
<em>&#8222;Given Christianity&#8217;s valuation of celibacy and its persistent association of sexuality with the Fall and of women with sin, Western medieval attitudes toward the erotic could not help but be vexed. In contrast, eroticism is explicitly celebrated in a large number of theological, scientific, and literary texts of the medieval Arab Islamicate tradition, where sexuality was positioned at the very heart of religious piety. In Crossing Borders, Sahar Amer turns to the rich body of Arabic sexological writings to focus, in particular, on their open attitude toward erotic love between women. By juxtaposing these Arabic texts with French works, she reveals a medieval French literary discourse on same-sex desire and sexual practices that has gone all but unnoticed. The Arabic tradition on eroticism breaks through into French literary writings on gender and sexuality in often surprising ways, she argues, and she demonstrates how strategies of gender representation deployed in Arabic texts came to be models to imitate, contest, subvert, and at times censor in the West. Amer&#8217;s analysis reveals Western literary representations of gender in the Middle Ages as cross-cultural, hybrid discourses as she reexamines borders-cultural, linguistic, historical, geographic-not as elements of separation and division but as fluid spaces of cultural exchange, adaptation, and collaboration. Crossing these borders, she salvages key Arabic and French writings on alternative sexual practices from oblivion to give voice to a group that has long been silenced.&#8220; </em>Quelle: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0812240871/ref=sib_rdr_dp" target="_blank">amazon.com</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/reader/0812240871/ref=sib_dp_pt#reader-page" target="_self">Textauszug</a></p>
<p>Weitere lesenswerte Bücher zu dem heute wieder vermehrt auftretenden Phänomen der Frauenliebe sind bis jetzt nur in den Vereinigten Staaten erschienen und stammen zum größten Teil aus der Feder von Professorinnen der führenden Universitäten wie z. B. der University of California oder Berkeley (das bedeutet, dass in den USA wohl etliche frauenliebende Professorinnen an den Universitäten existieren und dass es, im Gegensatz zu Deutschland, auch mehr Möglichkeiten und Gelder für Forschungen gibt). Sie grenzen sich klar von dem Gender- und Queerdiskurs ab und rücken dadurch die Frau und ihre Perspektive der Realität wieder mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Hier einige Beispiele:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.amazon.com/Sexual-Fluidity-Understanding-Womens-Desire/dp/0674032268/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1258901121&amp;sr=1-1" target="_blank">&#8222;Sexual Fluidity: Understanding Women&#8217;s Love and Desire&#8220; (2009) von Lisa M. Diamond</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.com/Living-Two-Lives-Married-Woman/dp/1555839185/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1258905412&amp;sr=1-1" target="_blank">&#8222;Living Two Lives: Married to a Man and In Love with a Woman&#8220;, (2005) von Joanne Fleischer</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.com/Married-Women-Who-Love-Second/dp/1560237910/ref=pd_sim_b_2" target="_blank">&#8222;Married Women Who Love Women, Second Edition&#8220; (2008) von Carron Stock</a></li>
</ul>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/femininelesbians.wordpress.com/3634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/femininelesbians.wordpress.com/3634/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/femininelesbians.wordpress.com/3634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/femininelesbians.wordpress.com/3634/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/femininelesbians.wordpress.com/3634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/femininelesbians.wordpress.com/3634/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/femininelesbians.wordpress.com/3634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/femininelesbians.wordpress.com/3634/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/femininelesbians.wordpress.com/3634/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/femininelesbians.wordpress.com/3634/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3634&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die lesbische Vampirin</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 15:50:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmschnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Herz und Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Planet Utopia]]></category>

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		<description><![CDATA[In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, so Lillian Faderman, hat es eine Flut von Romanen über lesbische Vampirinnen gegeben. Das Vampirmotiv als Metapher für lesbische Lebensformen taucht in Francis Brett Youngs White Lady (1935) ebenso auf wie in Trio (1943) und Vampir (1932) von Dorothy Baker. Faderman sieht dieses Phänomen in Zusammenhang mit der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3588&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div id="attachment_3592" class="wp-caption alignnone" style="width: 460px"><a href="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/draculas-daughter1.jpg"><img class="size-full wp-image-3592  " title="draculas daughter" src="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/draculas-daughter1.jpg?w=450&#038;h=349" alt="" width="450" height="349" /></a><p class="wp-caption-text">Draculas Daughter mit Gloria Holden, USA 1936</p></div>
<blockquote><p>In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, so Lillian Faderman, hat es eine Flut von Romanen über lesbische Vampirinnen gegeben. Das Vampirmotiv als Metapher für lesbische Lebensformen taucht in Francis Brett Youngs <em>White Lady </em>(1935) ebenso auf wie in <em>Trio</em> (1943) und <em>Vampir </em>(1932) von Dorothy Baker. Faderman sieht dieses Phänomen in Zusammenhang mit der Pathologisierung von Frauenfreundschaften. War die Frauenbeziehung im 19. Jahrhundert gesellschaftlich noch akzeptiert, so wurde diese in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Vampirmetapher in etwas Unnatürliches definiert.</p></blockquote>
<blockquote><p>Am bemerkenswertesten ist hierbei der viktorianische Roman &#8222;Carmilla&#8220; (1871) von J. Sheridan Le Fanu, der bereits 25 Jahre vor Bram Stokers &#8222;Dracula&#8220; erschien. Carmilla ist eine aristokratische Adlige, die Gräfin Millarca Karnstein, die einhundertfünfzig Jahre nach ihrem Tod als Vampirin wiederaufersteht.</p></blockquote>
<blockquote><p>Carmilla legte ihre schönen Arme um meinen Hals, zog mich an sich, die Wange an meiner, murmelte sie: &#8222;Liebste, dein kleines Herz ist verwundet; halte mich nicht für grausam, weil ich dem unausweichlichen Gesetz meiner Stärke und Schwäche gehorche; wenn dein liebes Herz verletzt ist, blutet mein wildes Herz mit ihm.</p>
<p>(Alle Zitate aus dem 1992 in London erschienenem Buch „Vampires &amp; Violets. Frauenliebe und Kino“, von Andrea Weiss, Kapitel 4.)</p></blockquote>
<p>Vampire, wer saß nicht schon spätabends mit wohligem Schauer vor dem Fernseher und sah sich Filme an wie: <em>Nosferatu, eine Symphonie des Grauen</em> aus dem Jahre 1922 und mit dem legendären Schauspieler Max Schreck, <em>Tanz der Vampire</em> (1966) von Roman Polanski, <em>Begierde</em> (1983) mit dem Trio David Bowie, Susan Sarandon und der schönen Catherine Deneuve, und dann noch die Romanverfilmung von Anne Rice, <em>Interview mit einem Vampir</em> von 1994 mit Brad Pitt in der Rolle des Vampirs Louis. Und es gibt noch unzählige weitere Filme und auch Fernsehserien, die dieses Genre bedienen. Angefangen von <em>Buffy &#8211; Im Bann der Dämonen</em> (1997-2003), über <em>Blade </em>und<em> John Carpenter´s Vampires</em> (1989), <em>Angel &#8211; Jäger der Finsternis</em> (1999-2004), bis hin zu<em> Twilight</em> -<em> Bi(s) zum Morgengrauen,</em> dem neusten Machwerk Hollywoods.</p>
<p>Doch die allermeisten dieser Filme haben, so denkt man auf den ersten Blick zumindest, eine eher heterosexuelle Lovestory, der aristokratisch blass dunkle Mann als blutsaugender Fremder und erotisch unwiderstehlicher Bad Guy. Ein Charismatiker, der an das Blut und den Lebenshauch der schönen jungen Frauen will. Aber war das immer so? Und ist der Vampir von seinen Wurzeln her männlich? Dracula, als sozusagen der Vater aller Vampire und ihren Geschichten, und er soll angeblich auf den walachischen Fürsten Vlad den Dritten und den Pfähler (1431-1476, und er trug diesen Beinamen wegen seiner Vorliebe für die Hinrichtungsart der Pfählung) zurückgehen. Aber ist er wirklich die Quelle allen &#8222;Übels&#8220;? Die Essenz des Ganzen?</p>
<p>Aber halt, gab es da nicht noch diese blass-schöne ungarische Gräfin Báthory, die im 16 Jh. auf der in den heutigen slowakischen Karpaten gelegenen Burg Čachtice hausend an die 650 Jungfrauen umgebracht haben soll? Sie verführte und quälte adlige Mädchen, und verging sich an leicht zu habenden Bäuerinnen und Dienstmägden. Ein narzisstischer Blutrausch, denn die gängige Theorie über sie lautet, dass die durch das Blutbaden jünger aussehen wollte. Oder waren es doch mehr unverhohene Lustmorde, einer durch jahrhundertelange adlige Inzucht und auch durch diese &#8222;alles ist möglich und machbar&#8220; Einstellung der herrschenden Klasse-ähnlich den heutigen Prominenten- gezeichneten (frauen)begehrenden Frau? Wir wissen es nicht, aber hier noch mal Zitate:</p>
<blockquote><p>Solche schrille Metaphorik ist weit entfernt von den typischen, eher romantischen Filmen über lesbische Vampirinnen, die sich durch bestimmte Charakteristika auszeichnen: gespenstige Stimmung und Bilder, große, leere Schlösser und dunkle, unheimliche Landschaften, und zu Beginn die Ankunft einer geheimnisvollen aristokratischen Person.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Vampirinnen, die immer adlige Frauen sind und andere adelige Frauen verführen wollen, zeigen in ihrem scheinbar wahllosen Attacken und Mordanschlägen gegen Bäuerinnen, Dienstmädchen deutliche Klassenvorurteile.</p>
<p>(Ebenso aus „Vampires &amp; Violets. Frauenliebe und Kino“, von Andrea Weiss, Kapitel 4.)</p></blockquote>
<p>Richtig, und wenn man ein bisschen mehr in der Filmgeschichte rumstöbert, findet man auch zahlreiche Beispiele für lesbische Vampirinnen. Das Repertoire reicht von den Verfilmungen der viktorianischen Romanvorlage<em> </em>&#8222;Carmilla&#8220; in <em>Draculas Daughter</em> (1936) und <em>Gruft der Vampire</em> (1970), über skurrile 70er Jahre Sexhorrorfilme wie <em>Vampyros Lesbos –</em> <em>Erbin des Dracula</em> (1970) oder <em>Nur</em> <em>Vampire küssen blutig</em> (1971), bis hin den schon erwähnten Deneuve Kunstklassiker<em> Begierde </em>und den lesbischen Szenen in <em>Buffy und Co.</em> Und, hier zitiere ich abermals aus Vampires &amp; Violets, ist die lesbische Vampirin sogar einer der machtvollsten Darstellung von lesbischer Existenz, die es auf der kommerziellen Filmbühne gibt. Und natürlich wurden dort sämtliche sexual-psychologietheoretischen &#8222;Erkenntnisse&#8220; der jeweiligen Zeit auf sie projiziert. Sie sei narzisstisch wurde gesagt, sie wolle ihre jungen weiblichen Opfer erst hörig machen um dann mit ihnen zu verschmelzen, wie mit dem eigenen Spiegelbild, das sie angeblich nicht haben solle. Und sie sei infantil, stürze sich statt auf die Kehle auf die Brust ihres Opfers. Das Töten ist also erwachsen und das Nähren unwiderruflich infantil. (Denn der Mutterbrust entwachsene Mann habe sich gefälligst dem Business oder den Kriegsgeschäften zu widmen und den SeelenTod dem Leben vorzuziehen.) Und sie, die Frau und frauenbegehrende Vampirin, ist auch eine mit Stachelbrüsten, Krallenhänden und einer Vagina Dentata ausgestattete tödliche Sexgöttin. Sie ist die Gefahr.</p>
<blockquote><p>Trotz ihrer sexuellen Aktivität &#8211; normalerweise nur den Männern zugestanden &#8211; ist die lesbische Vampirin visuell äußerst weiblich codiert: Sie hat lange Haare, große Brüste, blasse weiße Haut und trägt bodenlange und durchscheinende Gewänder. Anders als die Lesbe entspricht die Vampirin dem Klischee der femininen Heterofrau. Deswegen ist ihr Vampirismus doppelt verwirrend: Sie sieht &#8222;normal&#8220; aus, obgleich sie es nicht ist.</p></blockquote>
<blockquote><p>Wegen ihrer Weiblichkeit ist die Vampirin visuell weder als Lesbe noch als Vampirin zu identifizieren, sie wirkt vielmehr heterosexuell, und das ist es, was die Unsicherheit ausmacht. Sie überschreitet die Grenzen nicht nur, sondern reißt sie zwischen dem männlichen &#8222;Ich&#8220; und dem weiblichen &#8222;Nicht-Ich&#8220; ein. Während sie ausgesprochen feminin erscheint, vereitelt sie diesen Eindruck schon alleine deswegen, weil man(n) ständig in ängstlicher Aufmerksamkeit auf ihren Mund konzentriert sein muss.</p>
<p>(Aus „Vampires &amp; Violets. Frauenliebe und Kino“, von Andrea Weiss, Kapitel 4.)</p></blockquote>
<blockquote><p>Als wichtigster Bereich erotischer Erfahrungen &#8230; ist der Mund per se widersprüchlich; er straft die leichtfertige Trennung von &#8222;männlich&#8220; und &#8222;weiblich&#8220; Lügen. Erst lockt er mit seiner einladenden Öffnung und verspricht rote Weichheit, zeigt sich dann aber als scharfer Skelettknochen; der Vampirmund vereint und vermischt &#8230; die geschlechtsspezifischen Kategorien von Penetration und Empfänglichkeit. Mit seinem weichen, von hartem Knochen begrenztem Fleisch, seinem Rot und Weiß, zwingt er Widersprüche und Gegensätze zu einer Furcht einflößenden Einheit.</p>
<p>(Aus Christopher Crafts: &#8222;Kiss Me with Those Ruby Lipps&#8220;: Gender and Inversion in Bram Stoker´s Dracula, in <em>Representations</em> 8, Herbst 1984.)</p></blockquote>
<p>Zurück also zu den einsamen Abenden vor dem heimischen Fernseher. Wie oft habe ich mir dort dann die vermeintlich heterosexuelle Story umgedeutet und anders geträumt. Große, dunkle, leere Schlösser und die Ankunft einer aristokratischen Person. (Die brasilianische Tänzerin Marcia Haydée eignete sich da perfekt als visuelle Schablone für.) Der Vollmond spiegelte sich in ihrem rabenschwarzem Haar und die Kutsche stoppte abrupt auf der verschneiten Winterstraße. Sie nahm mich mit in ihre Gemächer und der Winter wurde dann zum Sommer, das Blut zu Herz und das Herz zum bettenwarm geküssten Herzensblut.</p>
<p>Artikel mit ähnlicher Thematik:</p>
<ul>
<li><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2008/10/01/war-die-blutgrafin-bathory-lesbisch/" target="_blank">War die Blutgräfin Báthory lesbisch?</a></li>
<li><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/10/09/die-blutgrafin-von-ulrike-ottinger/" target="_blank">Die &#8222;Blutgräfin&#8220; von Ulrike Ottinger</a></li>
</ul>
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	</item>
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		<title>Gudrun Landgrebe: The Berlin Affair</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 21:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmschnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Mediengeflüster]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein eher mittelmäßiger Film und der wohl zehnte Versuch diesen ursprünglich japanischen Roman auf die Leinwand zu bringen -  und hier mal zur Abwechslung in die Kulisse des Nazi Germany versetzt. Aber dennoch, dieser YouTube Zusammenschnitt ist echt genial! Die wunderbare Musik und dann diese Leidenschaft von Gudrun Landgrebe &#8211; die ältere von den beiden [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3537&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/18/gudrun-landgrebe-the-berlin-affair/"><img src="http://img.youtube.com/vi/0AZBgd84rtI/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Ein eher mittelmäßiger Film und der wohl zehnte Versuch diesen ursprünglich japanischen Roman auf die Leinwand zu bringen -  und hier mal zur Abwechslung in die Kulisse des Nazi Germany versetzt. Aber dennoch, dieser YouTube Zusammenschnitt ist echt genial! Die wunderbare Musik und dann diese Leidenschaft von Gudrun Landgrebe &#8211; die ältere von den beiden Frauen. Und wie sie diese andere und jüngere Frau berührt, ihr Blick, ihr Körper und ihre flatterhaft besitzergreifend schönen Hände. Wenn ich nicht wüsste, dass sie verheiratet ist, würde ich sie (Gudrun) für eine &#8222;Klemmlesbe&#8220; halten. Oder für eine sehr gute Schauspielerin. Aber wenn sie dieses wäre, warum ging ihre Karriere nach dem 80er Jahre Filmerfolg<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_flambierte_Frau" target="_blank"> &#8222;Die flambierte Frau&#8220;</a> dann nicht wirklich weiter&#8230;?</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/femininelesbians.wordpress.com/3537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/femininelesbians.wordpress.com/3537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/femininelesbians.wordpress.com/3537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/femininelesbians.wordpress.com/3537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/femininelesbians.wordpress.com/3537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/femininelesbians.wordpress.com/3537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/femininelesbians.wordpress.com/3537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/femininelesbians.wordpress.com/3537/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/femininelesbians.wordpress.com/3537/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/femininelesbians.wordpress.com/3537/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3537&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Tänzerpaar Marcia Haydée und Richard Cragun</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 13:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Planet Utopia]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein seltsames Phänomen, das ich immer wieder beobachtet habe, ist dass (Klemm)Schwule (vor allem im Kulturbereich) sehr oft mit &#8222;Klemmlesben&#8220; liiert sind/ gewesen sind. Es scheint da eine eigenartige Anziehung zu geben, zwischen den Männern und Frauen, die sich wohl irgendwie nach einer anderen Art oder Qualität von menschlicher Beziehung sehnen &#8211; oder wie auch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3486&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/richard-cragun-marcia-haydee.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3487" title="Richard Cragun Marcia Haydee" src="http://femininelesbians.files.wordpress.com/2009/11/richard-cragun-marcia-haydee.jpg?w=360&#038;h=450" alt="Richard Cragun Marcia Haydee" width="360" height="450" /></a></p>
<p>Ein seltsames Phänomen, das ich immer wieder beobachtet habe, ist dass (Klemm)Schwule (vor allem im Kulturbereich) sehr oft mit &#8222;Klemmlesben&#8220; liiert sind/ gewesen sind. Es scheint da eine eigenartige Anziehung zu geben, zwischen den Männern und Frauen, die sich wohl irgendwie nach einer anderen Art oder Qualität von menschlicher Beziehung sehnen &#8211; oder wie auch immer man dieses bezeichnen möchte.<br />
Doch in den allermeisten Fällen outet sich dann der Mann entweder als offen schwul, oder lebt dieses Begehren unter Beibehaltung der Heterobeziehung eben heimlich aus. Die Frau hingegen verbleibt in ihrer vermeidlichen Heterosexualität, kann weiterhin für sich nichts anderes als den Mann als Liebes- Sehnsuchts- und Sexualpartner vorstellen. Sie stagniert, trennt sich oder akzeptiert die homoerotischen Eskapaden ihres Mannes und ist vielleicht fast schon erleichtert darüber, im Bett nicht mehr &#8222;herhalten&#8220; zu müssen.</p>
<p>Ein sehr schönes prominentes und mich lebensbegleitend prägendes (Künstler)Beispiel ist DAS Tänzerpaar des Stuttgarter Balletts: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marcia_Hayd%C3%A9e" target="_blank">Marcia Haydée</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Cragun" target="_blank">Richard Cragun</a>. Ab 1962 und unter den Choreografen John Cranco gemeinsam zum Gipfel des Tanzweltruhms emporgestiegen, waren sie lange Zeit auch privat ein Traumpaar. Bis er sich nach 16 Jahren öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte. (In den 80er Jahren noch längst nicht so üblich wie heute.) Und sie wollte es nicht begreifen und er musste sich zu Anfang sogar quer ins gemeinsame Bett legen, um es ihr verständlich zu machen: nein nun nicht mehr.</p>
<blockquote><p>Cragun erzählt in seinen biografischen Anmerkungen, er sei in jungen Jahren hin und hergerissen gewesen zwischen dem Wunsch, gesellschaftlichen Konventionen entsprechen zu wollen, und seiner wahren, aufbegehrenden Natur. Seine Selbstvorwürfe, was seine Gefühls- und Empfindungswelt anbelangte, und seine Qualen, die aus der inneren Zerrissenheit resultierten, hätten seine kreative Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Erst in späteren Jahren sei er mit sich selbst ins Reine gekommen. Dass Cragun die Androgynität, die er in sich spürte, (eine sehr klemmige Umschreibung der Autorin Stilling-Andreoli) künftig mit all ihren Konsequenzen im Privatleben auszuleben und pflegen wollte, bezeichnete wohl das Ende der privaten Beziehung mit Marcia Haydée.</p>
<p>Zitat aus dem Buch: &#8222;Marcia Haydée &#8211; Divine.&#8220; von Cornelia Stilling-Andreoli, 2005 Henschel Verlag, Berlin.</p></blockquote>
<p>Sie überstanden die Krise, tanzten weiterhin zusammen und wurden zu Freunden. Er begann eine bis heute andauernde Beziehung mit einem jungen Tänzer und Choreografen, und sie stürzte sich in Affairen, eine lange Beziehung und landete schließlich im Hafen der Ehe.</p>
<p>Die Tänzerin und spätere Ballettdirektorin Marcia Haydée präge aber lange Zeit sowohl meines als auch das Leben vieler anderer Frauen und junger Mädchen. Sie wurde von ihnen verehrt und fast jede Vorstellung des Stuttgarter Balletts bei der sie mittanzte war ausverkauft, und in der langen Schlange vor ihrem Autogrammtisch fand sich von der Hausfrau, über das angehende Ballettsternchen bis zur gestandenen Geschäftsfrau alles ein. Sie war ein regelrechter Magnet für &#8222;Klemmlesben&#8220;, und ich kannte sogar eine, die mit Mitte 40 und in voller Berufstätigkeit noch mit ihrer Mutter zusammenlebte und lauter Marcia Fotos über ihrem Bett hängen hatte. Und sehr viele wunderschöne Frauen schienen in ihrer Leidenschaft  für Marcia beinahe zu verbrennen. (Die Mutter eines Klassenkameraden &#8211; der später übrigens schwul wurde &#8211; sagte mal folgenden unvergessenen Satz zu mir: &#8222;Je schöner ein Mädchen ist, desto mehr schwärmt sie für Marcia Haydée, und würde am liebsten ihre Schönheit dafür hergeben um sie einmal kennenlernen zu können.&#8220;)</p>
<p>Lichterloh entbrannt hielt auch ich sie für fast göttlich, und ihre Tanzkunst war es auch. Aber ich verwechselte, wie so viele, die Ausführende mit der Schaffenden, denn ihre wahren Schöpfer waren Choreografen wie John Cranco, Maurice Béjart und John Neumeier. Ausnahmslos schwul/männerbegehrend prägte dieses ihre Werke, auch wenn die Protagonisten zunächst (wie bei John Cranco) ausnahmslos heterosexuell waren. Aber schon Maurice Bèjart traute sich darstellerisch und zunächst eher abstrakt dann auch an die Männerliebe heran. Und sie (die große Haydée) war in diesem Spiel lediglich die Ausführende, die Gehilfin, um diese männliche Vision und Bewusstwerdung auf die Bühne zu bringen. Von vielen Frauen verehrt und von lauter männerbegehrenden Künstlern umgeben, schien sie selbst aber zu keinen eigenständigen Erkenntnissen zu gelangen. Sogar als sie später ebenfalls das Choreografieren anfing, blieb sie dort im männlich-homoerotischen Universum verhaften. Sie schuf z. B. eine androgyne(n) Carabosse für &#8222;Dornröschen&#8220; (mit Richard Cragun als böse Fee in einem langen schwarzen Rock) und probierte sich dann mit &#8222;Enas&#8220;(ca. 1988) an einer Art queerem Manifest. (Wobei ich denke, dass auch diese Themanauswahl mehr von Richard Cragun, kam als von ihr selbst.) Dem/ihren Frausein und dem (eigenen) *<em>lesbischen Begehren </em>schaffte sie sich niemals aber als Künstlerin anzunähern, sie blickte also nie als Frau auf die eigene &#8222;dunkle Seite des Mondes.&#8220;</p>
<p>Und daher taugte sie für andere Frauen nur bedingt zum Vorbild (wie fast alle ausführenden Künstlerinnen, Schauspielerinnen, Sängerinnen), bleibt nur eine Ikone und heimlich geliebte, angebetete Göttin, und wuchs trotz ihrer Direktorentätigkeit letztendlich nicht über die passive Frauenrolle hinaus. Denn das versteckte lesbische/weibliche Begehren aufzeigen hängt, wie schon hier mehrmals erwähnt, eng mit der Freiheit und Menschwerdung der Frau zusammen. Und auch die große Künstlerin Marcia Haydée wurde zu keinem eigentlichen FrauMenschen und eröffnete somit auch nicht für andere Frauen die Möglichkeit (durch Vorbildcharakter) ihr eigenes FrauMenschSein zu entdecken/entwickeln.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Künstlerische &#8222;Klemmlesben&#8220; und &#8222;Klemmschwule&#8220; finden also oft zusammen, aber meist schafft es nur der Mann sich aus der Heteronormativität zu lösen und ein wirklich schaffender/visionärer Künstler zu werden, der die &#8222;Menschheit&#8220; wieder ein Stück vom Tierstatus weg hin zum Kulturwesen (weiter)bringt.</p>
<p>Artikel mit ähnlicher Thematik:<br />
(Sind links zum draufklicken)</p>
<ul>
<li><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/06/07/unerfullte-mannerliebe/" target="_blank">Unerfüllte Männerliebe</a></li>
<li><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/07/02/mannerliebe-und-frauenliebe-bestimmen-die-kultur/" target="_blank">Männerliebe und Frauenliebe bestimmen die Kunst</a></li>
<li><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/08/08/kunst/" target="_blank">SexFrauKunstLiebeLeben</a></li>
<li><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/07/sophisticated-lady-2/" target="_blank">Sophisticated Lady</a></li>
</ul>
<p><strong>*Nachtrag:</strong> Um Missverständnisse vorzubeuten, setze ich hier nochmal eine Definition drunter: Unter<em> lesbischem Begehren </em>verstehe ich nicht das, was heute im Allgemeinen unter dem „Label Lesbisch“ gelebt und öffentlich gezeigt wird. Es hat auch kaum etwas mit der doch sehr männlich-schwul-queer dominierten/orientierten Szene zu tun, sondern kann am ehesten noch mit „ weiblich emotional- sexuell aufeinander bezogen sein und sich als Maßgeblich sehend“ übersetz werden. Es ist jene (auch erotische) Anziehung, die immer zwischen Frauen besteht, eine Welt unter der Welt, die noch aufgedeckt und geschaffen werden muss. Eine neue Kultur eben.</p>
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		<title>Baccara</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 18:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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Da wir in letzter Zeit häufig den Suchbegriff &#8222;Baccara lesbisch&#8220; haben, widme ich den beiden spanischen Damen mal exklusiv ein kleines Plätzchen hier. Mayte Mateos und Maria Mendiola hießen die beiden für kurze Zeit weltweit bekannt gewordenen Schlagersternchen, die Ende der 70er auch mein 12 jähriges Herz entfachen konnten. Stundenlang hörte ich mir heimlich und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3446&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/11/baccara/"><img src="http://img.youtube.com/vi/aKKL-cfbR4Q/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Da wir in letzter Zeit häufig den Suchbegriff &#8222;Baccara lesbisch&#8220; haben, widme ich den beiden spanischen Damen mal exklusiv ein kleines Plätzchen hier. Mayte Mateos und Maria Mendiola hießen die beiden für kurze Zeit weltweit bekannt gewordenen Schlagersternchen, die Ende der 70er auch mein 12 jähriges Herz entfachen konnten. Stundenlang hörte ich mir heimlich und in der Dunkelheit meines Bettes ihr gestöhntes &#8222;Yes Sir, I can Boogie&#8220; oder das melodische &#8222;Sorry, I´m a Lady&#8220; an. Die schlechte Qualität der Kassettenaufnahmen steigerte mein Verlangen noch und jedes Bravo und Popcorn (Zeitschriften), das nur den winzigsten Schnipsel über die beiden brachte wurde gekauft und zahlreiche Poster schmückten alsbald meine Zimmerwände.</p>
<p>Ich war verliebt, besonders in die damals rothaarige Maria und ich erinnere mich noch sehr gut an jene Nacht, in der ich die Magie und Macht der (sexuellen) Fantasie entdeckte. Zuerst ließ ich die beiden sich/mich anfassen, küssen und peu à peu wurde mehr und mehr daraus. (Shere Hites erster Hite Report, den meine Mutter im Bücherregal stehen hatte, lieferte mir die Inspiration dazu.) Ich wiederholte es später noch mit zich anderen Frauen und dachte, dass dieses so üblich sei, dieses &#8222;sich Fantasien machen&#8220;. Doch mitnichten. Die meisten Frauen scheinen es wohl nicht zu tun, aber wo keine Vorabvorstellung existiert, kann auch keine reale Tat folgen. Sprich: Wenn man sich nicht einmal in seinen Gedanken vorstellen kann mit einer Frau etwas anzufangen, wie soll man es dann in der Realität hinkriegen. Es ist ein wenig wie ein experimentelles Theaterstück schreiben &#8211; eine ungefähre Handlungsreihenfolge festlegen und dann viel Raum für Improvisationen lassen.</p>
<p>Das You Tube Filmchen, das ich hier von den beiden ausgesucht habe, zeigt sie noch vor ihrer Schlager-Baccara-Zeit. Sich im Fernsehballett kennengelernt gründeten sie gemeinsam das Duo Venus, mit dem sie in einem Hotel auf der Ferieninsel Fuerteventura auftraten und dort auch entdeckt wurden. 1982 trennte sie sich im Streit und flohen mit jeweils anderen Partnerinnen in neue Gruppen. Mayte behielt den alten Namen Baccara bei und Maria (hier rechts im Video und später immer weiß angezogen) nannte sich New Baccara und tingelt bis heute u.a. durch russische Großraumdiscos. Ich finde sie (Maria) immer noch sehr attraktiv und sie erinnert mich irgendwie an meine irakische Freundin Ikram. Ob an diesem Suchbegriff doch was dran sein könnte &#8230;?</p>
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		<title>Lesbische Hollywooddiven</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 13:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sophia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filmschnipsel]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Mediengeflüster]]></category>

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Diese Videos sind ein kleiner Vorgeschmack für einen Artikel, den ich noch schreiben werde, zum Thema &#8222;Lesbische Hollywooddiven&#8220;. Sogar heute in unserem ach so fortschrittlichen 21. Jahrhundert negiert/verdrängt die breite Öffentlichkeit, dass der größte Teil der Schauspielerinnen im Hollywood der zwanziger und dreißiger Jahre (und noch danach) Affären mit Frauen hatten. Dazu gehören bekannten Größen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3434&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/08/lesbische-hollywooddiven/"><img src="http://img.youtube.com/vi/jO0h190oboE/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/08/lesbische-hollywooddiven/"><img src="http://img.youtube.com/vi/eqdjm3WzJuI/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/08/lesbische-hollywooddiven/"><img src="http://img.youtube.com/vi/5r_gC-CcvYU/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Diese Videos sind ein kleiner Vorgeschmack für einen Artikel, den ich noch schreiben werde, zum Thema &#8222;Lesbische Hollywooddiven&#8220;. Sogar heute in unserem ach so fortschrittlichen 21. Jahrhundert negiert/verdrängt die breite Öffentlichkeit, dass der größte Teil der Schauspielerinnen im Hollywood der zwanziger und dreißiger Jahre (und noch danach) Affären mit Frauen hatten. Dazu gehören bekannten Größen wie Marlene Dietrich, Joan Crawford, Greta Garbo und Barbara Stanwyck. Sie lebten in den sogenannten Lavendel-Ehen (eine Ehe die oft mit schwulen Männern geschlossen wurde, um das heterosexuelle Image in der Öffentlichkeit zu bewahren), um privat ihre wahren erotischen Vorlieben ausleben zu können. Auf der Leinwand wurden sie jedoch immer als rein heterosexuelle Göttinen inszeniert und man duldete ihre &#8222;Eskapaden&#8220; solange sie heimlich passierten. Regisseure wussten die Ausstrahlung frauenliebender und begehrender Frauen zu schätzen, denn sie waren mehr Subjekt in ihrer Körpersprache und Aura und das kam sowohl beim männlichen als auch beim weiblichen Publikum an. Diese Szenen sind kleine Augenblicke weiblicher Filmgeschichte, die auf irgendeine Art und Weise der Zensur der damaligen Zeit entgehen konnten, in denen die Schauspielerinnen für einen Moment aus der gewohnten Rolle ausbrechen und ihr lesbisches Begehren sichtbar machen. Greta Garbo macht dies besonders durch ihre aktive aber nicht unweiblich wirkende Körpersprache, Joan Crawford zeigt ihre extreme Leidenschaft (wenn auch im negativen Sinne) auf eine Frau bezogen und Marlene Dietrich küsst in einer Szene (die sie selbst so den Produzenten vorschlug) in der Öffentlichkeit eine Frau.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/femininelesbians.wordpress.com/3434/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/femininelesbians.wordpress.com/3434/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/femininelesbians.wordpress.com/3434/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/femininelesbians.wordpress.com/3434/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/femininelesbians.wordpress.com/3434/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/femininelesbians.wordpress.com/3434/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/femininelesbians.wordpress.com/3434/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/femininelesbians.wordpress.com/3434/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/femininelesbians.wordpress.com/3434/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/femininelesbians.wordpress.com/3434/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3434&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Sophisticated Lady</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 10:07:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eigenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Planet Utopia]]></category>
		<category><![CDATA[Quergedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eine blonde feine Dame um die 60. In eine höhere Gesellschaftsschicht hineingeboren, hatte ihre Mutter heiratsmäßig wohl einiges mit ihr vor. Sie aber wählte das Studium und den Job, den sie ihr Leben lang hasste, der ihr aber ein gesichertes Einkommen bescherte. Dennoch klagte sie stets über das wenige Geld und suchte weiter nach dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=femininelesbians.wordpress.com&blog=4041522&post=3380&subd=femininelesbians&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/11/07/sophisticated-lady-2/"><img src="http://img.youtube.com/vi/v7vW6X4DMtU/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Eine blonde feine Dame um die 60. In eine höhere Gesellschaftsschicht hineingeboren, hatte ihre Mutter heiratsmäßig wohl einiges mit ihr vor. Sie aber wählte das Studium und den Job, den sie ihr Leben lang hasste, der ihr aber ein gesichertes Einkommen bescherte. Dennoch klagte sie stets über das wenige Geld und suchte weiter nach dem reichen Ehemann, Liebhaber und Fantasiebeau, der sie aushalten, sie besinnungslos lieben, eine Beziehung mit ihr führen, ein Künstler sein, ein erfolgreicher Geschäftsmann, jung und hübsch, erfahren, mit glatter Haut, wolligem Brustfell und der Seele einer Frau. Kurzum die Quadratur des Kreises, und sie suchte und suchte und (er)fand. Den in Afrika an einer exotischen Tropenkrankheit verstorbenen Ehemann, den erfolgreichen Geschäftsmann, der sie im Winter auf die Seychellen entführte, den jungen (aber noch erfolglosen) Maler, dem sie zu Geld und Ruhm verhelfen wollte, und viele, viele mehr. (Und die einzige ehrliche sehr emotionale- aber wohl eher unsexuelle- Beziehung die sie hatte, war zu einer ebenso blonden Professorin in/aus Leipzig gewesen&#8230;Romantische Freundschaft&#8230;)</p>
<p>Ich hörte zu und schwieg. Vielleicht glaubte ich ihr auch zu Anfang, denn sie brachte diese zahlreichen Geschichten sehr glaubwürdig rüber- oder vielleicht war ich einfach zu lebensunerfahren, zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt und kam ihr daher nicht so schnell auf die Schliche.<br />
Aber damals vor 15 Jahren hatten wir eine Nacht zusammen verbracht. Sie war 49, ich 29, sie zitterte, ich bekam die Erkältung meines Lebens. Sie zog ins Nebenzimmer um und gab mir am Morgen mein Geschenk (ein sündhaft teures Parfum) zurück. Ich war verliebt in sie und eine Freundin hatte mich schließlich dazu überredet (zu dieser Nacht): &#8222;Du musst es versuchen, die steht auch voll auf dich, echt&#8230;&#8220; Wir redeten aber nie darüber, ich und die feine blonde Dame.</p>
<p>15 Jahre später erzählt sie immer noch allen die es hören wollen (oder eben nicht) im Ballettkurs ihre Fantasiegeschichten. Seit sie in Rente gegangen ist umso mehr. (Ja sie tanzt weiterhin und schaut dort den ganz jungen Mädchen hinterher&#8230;)</p>
<p>Und im Sommer dieses Jahres gab ich ihr mein soeben fertiggestelltes Buch zum lesen. Sie wollte es so, denn sie lies mich nicht in Ruhe und stichelte mich im Training unentwegt, bis ich es sie fragte. &#8222;Willst du meinen Text lesen&#8230;?&#8220;</p>
<p>Wir trafen uns in Cafés zum Abholen und Zurückgeben des Manuskriptes. Ihr gefiel und missfiel es, sie mochte meine Sprache und die Naturbeschreibungen und hatte Probleme mit den sexuellen Stellen. (Siehe z. B. oben im Blog <a href="http://femininelesbians.wordpress.com/rosengarten-blutenmeer/" target="_blank">Rosengarten Blütenmeer</a> &#8211; kann man draufklicken ist ein link.) Sie war zwiegespalten und bekämpfte das viele Verdrängte, das nun unaufhaltsam emporzuquellen begann. Vergeblich.</p>
<p>Daraufhin versuchte ich sie in die Internetkommunikation einzuführen. (Nicht so einfach bei Jahrgang ca. 1945) und außerdem verband sie dieses Medium zu sehr mit dem gehassten Job.</p>
<p><strong>Unsere Kommunikation:</strong></p>
<p>Ich schickte ihr zunächst etwas Belangloses und dann meine gemalten Bilder &#8211; sie hat gerade selbst mit dem Malen angefangen und sich dazu sogar an einer Kunstschule angemeldet &#8211; und den Blogtext, ebenfalls link: <a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/08/08/kunst/" target="_blank">SexFrauKunstLiebeLeben</a></p>
<p>Sie antwortete:</p>
<blockquote><p>Liebe Claudia,</p>
<p>sehe nach Ansicht Deiner Bilder und Lektüre der Texte, worauf Dein Buch fußt.</p>
<p>Übrigens ist das Zitat von Adorno, dass Künstler nicht sublimieren, eine platte Verallgemeinerung, immerhin tun dies meine Lieblingsschriftsteller wie z. B. Thomas Mann und Marcel Proust, deren Biographie man kennen muss um das erkennen zu können, was man ja auch nicht muss, weil die Bücher auch ohne diese Erkenntnis höchst lesenswert sind. Diese Autoren, sind mir als Psychologin nahestehend, weil sie die &#8222;liebende Begegnung&#8220; (ich weiß, das klingt etwas kitschig) zweier Menschen von ihrer Persönlichkeit und basierend auf ihrer Affektivität herleiten.</p>
<p>Habe gestern ein Interview mit Wolfgang Joop gehört, der sich ins Teilbereichen als Seelenverwandter von mir offenbarte: als er sich entschied seine schwule Seite auszuleben, war er entsetzt von dem beziehungslosen sexuellen Treiben, welches er in der Scene vorfand und welches nicht seine Welt ist. Für ihn ist Liebe ein Wunder, etwas Heiliges, was mit einer hohen Verletzlichkeit einhergeht. Ich würde gerne seine Biographie lesen, die mir für 150,00€ allerdings zu teuer ist.</p>
<p>Soviel dazu jetzt, ich muss jetzt weg vom Computer, der mich zu sehr an mein Gott-sei-Dank vergangenes Arbeitsleben erinnert.</p></blockquote>
<p>Und dann noch:</p>
<blockquote><p>Liebe Claudia,</p>
<p>fand folgenden Text bei Klaus Mann zu Deiner Thematik:<br />
&#8222;Es ist immer dieselbe Unordnung: seit Menschengedenken das gleiche Leid, die gleiche Lustbarkeit&#8230;.<br />
Die Tiefen des organischen Lebens sind unordentlich &#8211; ein Labyrinth, ein Sumpf der tödlichen Begierden und schöpferischen Kraft. Die Wurzeln unseres Seins reichen hinab ins Trübe, ins Schlammige, in den Morast von Samen, Blut und Tränen, wo die Orgie der Wollust und Verwesung sich ewig wiederholt, unendliche Qual, unendliche Entzückung.&#8220;</p>
<p>Weitere Ausführungen zu diesem Thema habe ich bei ihm nicht gefunden&#8230;&#8230;</p>
<p>Viele Grüße&#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Ich schrieb:</strong></p>
<p>Liebe&#8230;,</p>
<p>danke für deine ehrliche Antwort und die Biographie von Wolfgang Joop erscheint auch mir ungerechtfertigt überteuert. Ich konnte es zuerst nicht glauben, habe aber soeben bei Amazon nachgeschaut. Es stimmt, &#8222;Wunderkind&#8220; für 150,-€ ! (sogar gebraucht)</p>
<p>Dann zu der Text- und Bilder Collage, die ich dir geschickt habe. Sie stammt von meinem/unserem Blog und ist erst nach meinem Buch entstanden. Ursprüngliche wollte ich einen Text über die Prinzhorn Sammlung in Heidelberg schreiben und habe im Internet ein wenig dafür recherchiert und bin so auf diese beiden Künstlerinnen gestoßen. Ihre Bilder erinnerten mich an den Epilog im meinem Buch, &#8222;das Blütenmeer&#8220;, sie versuchen eine ähnliche Idee, Vision &#8211; oder wie man es nennen kann- auszudrücken. Naja, dann habe ich weitergesucht (über weitere Künstlerinnen) bin auf die zwei anderen Texte gestoßen, und habe das dann intuitiv zusammengesetzt. So ist es entstanden. Und das, da hast du recht, mit dem &#8222;nicht sublimieren&#8220; kann man natürlich nicht so verallgemeinern (Thomas Mann sublimiert z. B. auf jeden Fall), aber mein Buch sublimiert nicht, und diese beiden Frauen (sofern ich es beurteilen kann) auch eher weniger. Ich habe da eher das Gefühl von &#8222;aus Etwas Allgemeinem schöpfen&#8220; so wie ein Medium wenn du verstehst was ich damit sagen will.</p>
<p>Der Textausschnitt von Klaus Mann, den du mir geschickt hast (aus welchem Werk ist er?) ist gut gewählt, und zeigt sein Lebensleit/LeidensThema (und das zahlreicher anderer männlicher Künstler) in wenigen Worten auf. Seine Faszination, sein Ekel und seine ewige Abhängigkeit von der Biologie, dem Leben und der Frau. Das Verschlungenwerden von der Natur und das Identitätsgebundensein an die Frau. (Er wird in einem weiblichen Körper geboren und auch das Embryo ist zuallererst weiblich, bevor es durch Gene und Hormone vermännlicht wird.) Was ich damit sagen will ist, dass der Mann (auch ein schwuler) viel mehr in seiner Identität von Frauen abhängt, als die Frau von Mann. (Da sind es eher soziale und materielle Faktoren, die eine Abhängigkeit erzeugen) Eine sehr schönes Beispiel ist übrigens noch die Erzählung von Thomas Mann &#8222;Die vertauschten Köpfe. Eine indische Legende&#8220; aus dem Jahre 1940.</p>
<p>Ein sehr schwieriges Thema, und ich halte es übrigens auch für keinen Zufall, dass (fast) alle bedeutenden männlichen Künstler schwul, bzw. Männerbegehrend waren<em>. Sokrates, Michelangelo, Leonardo da Vinci, William Shakespeare, Peter Tschaikowsky, Franz Schubert, Marcel Proust, Thomas Mann, W. Somerset Maugham, Oscar Wilde, Tennessee Williams, Frederico Garcia Lorca, Andy Warhol </em>– sind nur einige in der endlos fortzuführenden Liste mit prominenten Namen und ihren, die Menschheitsgeschichte maßgeblich prägenden Werken. Hier zitiere ich mal:</p>
<p>&#8222;[...] Die Kunst und Kultur ist also männer- homoerotisch geprägt, auch wenn sie sich mit scheinbar heterosexuellen Themen beschäftigt und auch mit solchen Protagonisten besetzt ist. Dieses versteckte Begehren „Mann sucht Mann“, zieht sich wie ein roter Faden durch die Werke, es ist die Hauptantriebkraft und der ungelöste Lebenskonflikt vieler Künstler. Und da Künstler nicht isoliert vom Rest der Welt zu betrachten sind, sondern die Befindlichkeiten/den Zustand einer Gesellschaft in Worte oder Bilder fassen, das Unbewusste sozusagen ans Tageslicht holen, die Zukunft erfinden oder vorausahnen können, zeigen sie auch die Richtung auf, in die sich die Menschheit entwickeln wird. Weg von der reinen Heterosexualität (Natur) und hin zu dem auch gleichgeschlechtlichen Begehren (Kultur) nämlich.[...]&#8222;</p>
<p>Im antiken Griechenland wurde sie (die Männerliebe) zum ersten Mal benannt und zur Kultur erhoben. Der Mensch/Mann versuchte sich so von der Frau/Natur zu lösen und ein Kulturwesen zu werden, zum MannMenschen. Und dort liegt auch ungefähr die Wiege unserer (westlichen) Kultur.</p>
<p>So das war jetzt eine lange Ausführung und ich habe sie hier vorangestellt, da mir aufgefallen ist, dass du dich sehr mit schwulen Männern/Künstlern beschäftigst/identifiziert. Das ist auch nicht unbedingt schlecht, zumal sie eben auch die beste/zukunftsweisenste Kunst produziert haben. Die Problematik, die ich aber darin sehe ist die Tatsache, das es eben Männer sind die durch ihre Abnabelung von der Frau sich zum Menschen zu entwickeln versuchten. Es ist also immer der fremde (angstvolle, hassende, liebende, verehrende ect.) Blick auf die Frau als &#8222;die ewig Andere&#8220; &#8211; ein männlicher Blick eben, und kein authentisch weiblicher auf ihr eigenes Geschlecht. Auch ist die weibliche Sexualität eine andere und nicht so mit Tod und Dominanz/Unterwerfung/Gewalt verknüpft. Daher halte ich für problematisch, sich als Frau unreflektiert mit dieser männlichen Sicht zu identifizieren, denn es kann eine Art Schizophrenie und latenten Selbsthass verursachen. Da aber der (authentische) weibliche Blick/Sicht leider noch viel zu wenig vertreten ist, und die Frau daher noch nicht wirklich im Menschsein angekommen, als FrauMensch. Daher zitiere ich nochmal:</p>
<p>&#8222;[...] Wenn das schwule Begehren so sehr die Menschheitsgeschichte, Kunst und Kultur geprägt hat (und der Mann ist eben der Mensch) – so ist es doch nur folgerichtig anzunehmen, dass wenn die Frau sich zu einem Menschen (oder eben zu etwas völlig Neuen und noch nicht Vorhersehbaren) zu entwickeln beginnt, sie das ebenso über das lesbische Begehren tun wird. Künstlerinnen (die wenigen Authentischen, die es gab und gibt) bestätigen diese Vermutung: <em>Frida Kahlo, Colette, Tamara de Lempicka, Djuna Barnes, Virginia Woolf, Romaine Brooks, Greta Garbo, Isadora Duncan, Simone de Beauvoir</em>,– auch nur eine kleine Auswahl in einer sicher noch viel längeren Liste. Das die meisten Ausführende und keine im eigentlichen Sinne (Werke) Schaffenden sind, liegt wohl an den Begrenztheiten, die die Frauenrolle ihnen bis heute noch auferlegt. Denn erst wenn Frauen massiv auch in die erschaffenden Bereiche (Schriftstellerin, Stückeschreiberin, Choreographin, Philosophin usw.) hineindringen und dort dann authentisch (also nicht als innerer Pseudomann) ihre Sicht auf die Welt zeigen/erschaffen- erst dann wird das lesbische Begehren* in dem gleichen Ausmaß die Welt bestimmen wie seit jeher das schwule/männer-homoerotische es getan hat. Und es wird die Welt massiv verändern und ihr eine völlig neue Perspektive geben, denn es wird die Frau sichtbar machen, sie zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte überhaupt existieren lassen. Und daher sind schwule und lesbische KünstlerInnen nicht nur eine kleine sonderbare Untergruppe, sondern wegbestimmend.</p>
<p>*Unter lesbischem Begehren verstehe ich nicht das, was heute im Allgemeinen unter dem &#8222;Label Lesbisch“ gelebt und öffentlich gezeigt wird. Es hat auch kaum etwas mit der doch sehr schwulendominierten/orientierten Szene zu tun, sondern kann am ehesten noch mit „emotional, sexuell aufeinander bezogen sein und sich als Maßgeblich sehend“ übersetz werden. Es ist jene (auch erotische) Anziehung, die immer zwischen Frauen besteht, eine Welt unter der Welt, die noch aufgedeckt und geschaffen werden muss. Eine neue Kultur eben. [...]&#8220; (Das Blütenmeer ist glaube ich der Versuch einer Metapher für diese weibliche Bezogenheit &#8211; und die Audienz (Kapitel 7) kann noch am ehesten mit deinem Zitat von Klaus Mann verglichen werden.)</p>
<p>So das war es dann für heute, viel Text und ich hoffe du steigst da einigermaßen durch ;-)</p>
<p>Viele Grüße Claudia</p>
<p><strong>Nachtrag: </strong>Die Antwort steht noch aus&#8230; es ist ein Experiment&#8230; (eine extreme &#8222;Klemmlesbe&#8220; aus ihrer Verdrängung zu holen). Und meine Zitate in der letzen Mail stammen übrigens aus dem Artikel<a href="http://femininelesbians.wordpress.com/2009/07/02/mannerliebe-und-frauenliebe-bestimmen-die-kultur/" target="_blank"> Männerliebe und Frauenliebe bestimmen die Kunst.</a></p>
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		<title>Pam Grier</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:42:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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Das ist eine Hommage an Pam Grier, in dem Film Jackie Brown von Quentin Tarantino aus dem Jahr 1997 war sie 48 und auf dem Höhepunkt ihrer Attraktivität. Ein Star aus den 70er Jahren (The Big Doll House, Coffy, Foxy Brown) und er (Tarantino) hatte sie filmisch wiederbelebt.
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<p>Das ist eine Hommage an Pam Grier, in dem Film Jackie Brown von Quentin Tarantino aus dem Jahr 1997 war sie 48 und auf dem Höhepunkt ihrer Attraktivität. Ein Star aus den 70er Jahren (The Big Doll House, Coffy, Foxy Brown) und er (Tarantino) hatte sie filmisch wiederbelebt.<br />
Jahre später holten sie die Macherinnen von The L word erneut aus der Versenkung hervor. Sie sollte zunächst die &#8222;mütterliche&#8220; Freundin von Bette Porter (Jennifer Beals) spielen, das war den (männlichen) Geldgebern in Hollywood aber doch wohl zu krass gewesen &#8211; eine ältere Frau, die auch noch dunkelhäutig ist. Und so blieb für sie nur noch die Rolle der heterosexuellen Schwester übrig&#8230;</p>
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