Kokons- oder im Spiegelkabinett verloren

In meinem letzten Artikel habe ich beschrieben wie schwierig und sogar angsteinflößend es mit der Frauenliebe sein kann, wenn Frauen sich- bewusst oder unbewusst- nicht an den gesellschaftlich angebotenen Rollen- Liebes- und Partnerschaftsmodellen orientieren wollen/können. Und auch wie isoliert sie dann oft bleiben, wie stumm hinter einer Glaswand, jede in ihrem ganz eigenen Kokon gefangen. In diesem Fortsetzungstext möchte ich mich daher gerne näher mit den sogenannten “Kokons” beschäftigen, also jenen imaginären Vorstellungsorten, unsichtbaren Trennhüllen, die einen Kontakt, einen ehrlichen Austausch untereinander nur schwer bzw. oft fast unmöglich machen.

Sind diese Kokons individuell und daher völlig unterschiedlich, oder gibt es da gemeinsame Muster nach denen sie funktionieren; und geht das alles nur lesbische/frauenliebende Frauen was an, oder benötigen/wünschen sich alle Frauen diese Kontakte, diesen Austausch mit anderen Frauen? (Wenn sie nicht lesbisch sind, reichen da doch auch Männer, man muss da nicht nach Geschlechtern differenzieren, denn wir sind doch alle “Menschen”. Und ja, wenn man sich in eine Frau verliebt, sehnt man sich nach einer Frau, Frau, Frau; und nicht nach einem Mann. Die Liebe bringt diese Geschlechterdifferenz also irgendwie an den Tag.)

Wir gehen also mal davon aus, dass es eine Geschlechterdifferenz gibt (Definition siehe rechts oben im Blog) und wir in einer männlich geprägten, von einer männlich-symbolischen Ordnung durchdrungenen/definierten Welt leben. D. h. Männer haben im Laufe der Zeit (wahrscheinlich um sich von Tier zu entfernen, sich von der Abhängigkeit von der Natur zu befreien) die Welt/Natur nach ihren Bedürfnissen geformt/benannt/kolonialisiert und dabei ein anderes Bewusstsein entwickelt. Die Frauen sind in diesem Prozess zurückgeblieben, wurden der Natur zugeordnet, haben kaum eigene/andere Entwürfe/Philosophien entgegengehalten. Daher leben sie in einer fremden, für sie nicht passenden Welt, da die Jetzige auf die männliche Seele, Bedürfnisse, das männliche Sein ausgerichtet ist.

Kokon, Kokons… hier zunächst mal ein paar Gedanken über die Mechanismen bzw. Lebensumstände, die die Kommunikation zwischen Frauen generell erschweren: Der erste, offensichtlichste und daher am leichtesten zu durchschauende ist die Ehe oder Partnerschaft (Kleinfamilie) mit einem Mann. Durch die Ideologie der romantische Liebe legitimiert, bleibt sie (auch bei Berufstätigkeit/finanzieller Unabhängigkeit) weiterhin an ihn gefesselt und verbringt ihre Zeit mit ihm, identifiziert sich mehr mit ihrem Partner als mit anderen Frauen/ihren Freundinnen. Mann und Frau in Liebe vereint, sie sind Eins.
Der zweite, schon weniger erkennbarer, ist die Arbeitswelt, der Beruf. Vermeidlich Freiheit versprechend, tritt sie dort/mit ihm aber in eine männliche Sphäre, in sein Universum ein. Auch wenn sie dort- im Gegensatz zu der recht isoliert und machtlosen reinen Hausfrau- die Möglichkeit hat andere Frauen kennenzulernen, kann sie dieses nicht wirklich als Frau tun, sie muss sich verstellen und so tun, als ob sie ein Mann sei, sein Bewusstsein habe, sein Sein. (Das Private soll draußen bleiben, der Berufskokon.) Ehrlicher Austausch geht anders. Verheiratet sein und Berufstätigkeit bedeutete also oft in einem doppelt männlichen Universum zu leben.
Der dritte ist die Lesben-Homosexuellenszene, die sich mit ihren queeren Lebensentwürfen gänzlich dem männlich-schwulen-in-der-Welt-Seins unterworfen hat und (damit) Frauen in “wir” und die “anderen” abtrennt.

Sensible, intuitiv begabte Frauen spüren aber, dass da irgendwas nicht stimmt, suchen nach etwas Anderem, einer anderen und weiblicheren Welt, ziehen sich in eine eigene Traumwelt/den Kokon zurück und/oder wenden sich dem Theater (Oper, Ballett), der Modewelt, der Kunst und den schwulen Männern/Künstlern zu (“die sind so nett und sensibel”)- und geraten dort oft in eine seltsame (Spiegel)falle….In die von Männern nämlich, die mit den maskulinen Männlichkeitsbildern brechen wollen, nach anderen Ausdrucksformen suchen, sich der Weiblichkeit aus männlicher Sicht annähern und dabei lediglich Feminität kreieren (für sich selbst und in ihren künstlerischen Werken). Die Frauen halten diese dann aber für authentische Weiblichkeit (jeder hat doch männliche und weibliche Anteile in sich), sehen sie als Rettung und Gegenbild zu der maskulinen (Arbeits)welt; und identifizieren sich dann mit ihr. Sie halten die Bilder, die Männer ihnen vorhalten für authentischer als jene, die andere Frauen (im Austausch) ihnen von sich und ihrem Sein spiegeln/zeigen könnten. Sie verlieren sich im Spiegelkabinett der (schwulen) Männer, werden von ihnen als “Diven” verehrt (“du bist so einzigartig!”) und verlieren damit den Kontakt und den Austausch zu/mit anderen Frauen und sehen sich und sie durch den männlichen Trans-Blick.

Was mit dieser von “Männern kreierten Weiblichkeit/Feminität” gemeint ist, kann am Besten anhand des griechischen Apollon-Dionysos-Mythos erklärt werden. (Ich zitiere hier aus dem Buch Gyn/Ökologie von Mary Daly):

Dionysos wird häufig als das (mystifizierende mythische) Gegenstück zu Apollon hingestellt und als androgyne Alternative zu dem stereotypen erstarrten apollinischen maskulinen Modell angeboten. Eine genaue Überprüfung des (patriarchalen) griechischen Mythos macht aber klar, dass Apollon und Dionysos lediglich zwei Gesichter des gleichen Gottes sind. Das Wort Dionysos bedeutet nicht “Sohn des Zeus”, sondern vielmehr “Zeus-Junger Mann”, das heißt Zeus in seiner jungen Form. Dionysos war tatsächlich (in der Tatsächlichkeit der Mythen) sein eigener Vater.

Mythos Variante 1
Semele, die Mutter des Dionysos, ist eine vervollkommnete Frau. Als sie im sechsten Monat schwanger war, traf Zeus sie mit Blitz- und Donnerschlag, und sie “ward verzehrt” (zerstört/tot). Aber Hermes rettet ihren sechs Monate alten Sohn: Er näht ihn in den Schenkel des Zeus, dass er dort noch weitere drei Monate reifen soll. Als dann die Zeit gekommen war, gebar Zeus den Dionysos, was “der zweimal Geborene” oder “das Kind der doppelten Tür” bedeutet. Dionysos Mutter war also schon lange tot, ehe er geboren wurde. Zeus erledigt die Frau und trägt seinen eigenen Sohn aus.

Mythos Variante 2
Semele wurde schwanger indem sie ein von Zeus aus dem “Herzen” (was wahrscheinlich Phallus heißen soll) des Dionysos, der vor ihr existiert hatte, hergestelltes Gebräu trank. (Einige sagen, er sei vorher von Persephone geboren worden, die von Zeus vergewaltigt worden war.) So ist also Dionysos sein eigener Vater, wiedergeboren und selbst gezeugt.
Da er (Zeus-Junger Mann) mit Zeus identifiziert wird, der ihn ausgetragen hat, ist er auch noch seine eigene Mutter. So kann Semele als Inbegriff des (patriarchalen/männliche symbolische Ordnung) Ideals der Mutter als bloßes Gefäß gesehen werden. Mehr noch: Die scheinbar widersprüchlichen Aspekte von Dionysos- seine eigene Vaterschaft und seine Feminität- fallen in eins.

(Es gibt übrigens Parallelen im christlichen Mythos: Christus als “das fleischgewordene Wort”. Die Christen glauben, Christus sei die Inkarnation der “Zweiten Person der Trinität” und daher wesensgleich mit dem Vater. Demnach war Christus ebenfalls vor sich selbst vorhanden und war einfach eine spätere Manifestation von “Zeus-(Vater)-Junger Mann”. Christus vereint also Elemente von Apollon und Dionysos in sich.)

Der Mythos des Dionysos ist also die Vorahnung auf den Versuch, Frauen überhaupt auf der symbolischen Ebene abzuschaffen und durch Feminität/von Männern gemachter Weiblichkeit zu ersetzen. Und manchmal macht er/es Frauen auch regelrecht verrückt, diese femininen Männer, trügerischen Bilder, die Catwalks, Defilees, die Opern, die Ballette und all die Kunstwerke und die Kultur, die so locken aber nicht wirklich stimmen. Sie fühlen, das ist es und doch irgendwie nicht. Hier noch mal Mary Daly, die es treffend, wenn auch etwas krass ausdrückt:

Diese Feminität des Dionysos soll auch in Beziehung zu seiner Verherrlichung als Grenz-Überschreiter gesehen werden, als der der die Frauen verrückt macht. Dionysos wurde die Fähigkeit zugesprochen, die Bewusstseinsgrenzen von Frauen zu zerstören, das heißt die Fähigkeit, Frauen zum Wahnsinn zu treiben. Wahnsinn ist die einzige Extase, die Frauen mit dem dionysischem “Weg” angeboten wird. Während der supermaskuline Apollon ganz offen mit seinen erfundenen Grenzen/Hierarchien/Gesetzen/Rollen unterdrückt/zerstört, trübt der feminine Dionysos die Sinne, verwirrt seine Opfer – betäubt sie zur Komplizenschaft, bietet ihnen sein “Herz” als einen Liebestrank, der vergiftet.

Die dionysische Lösung für Frauen ist die Endlösung. Wenn sie dieser verführerischen Einladung erliegen, so bedeutet das: Sie werden in den mystischen Leib des Männertums aufgenommen, sie werden zu “lebende” tote Frauen, (die auf ewig ihr eigenes Blut in das himmlische Haupt pumpen und dabei den eigenen Kopf verlieren).

Die dämonische Macht des dionysischen Betrugs ist diese Einladung zur Aufnahme/Assimilation. Der Wahnsinn, der die dionysische Endlösung für Frauen darstellt, ist Verwirrung- die Unfähigkeit, das weibliche Selbst und ihren Prozess von der von- Männern-gemachte Maskerade zu unterscheiden. Männer propagieren die Idee, dass auch Männer feminin sind- besonders, wenn sie sich feminin verhalten -, das lenkt ab von der Tatsache, dass Feminität eine von Männern gemachte Konstruktion ist, die im Grunde überhaupt nichts mit Weiblichkeit zu tun hat.

Dionysos verkleidet sich manchmal als Mädchen oder Frau und wurde “Pseudanor” (der Mann ohne wahre Männlichkeit) ,”gynnis” (der Weibische) oder “arsenothelys” (der Mann-Weibliche) genannt.

Vereinfacht kann man also sagen, dass das gesellschaftliche/philosophische/mythische Leugnen des “Frauseins”, der Existenz eines wirklich anderen Geschlechts und einer anderen symbolischen Ordnung (und stattdessen ein Aneignen der Weiblichkeit von Männern), das Zustandekommen von ehrlichen Kontakten, den Austausch zwischen Frauen verhindert und sie oft in Einzelkokons verbleiben lässt. (Ehefrau, bewunderte Diva, die Einzige, die es in einem Männerberuf geschafft hat…) Frauen sind an das männliche Bewusstsein gekoppelt, sie werden verleugnet und verleugnen so sich selbst, ihnen werden von Männern kreierte Weiblichkeitsbilder vorgesetzt, an die sie dann glauben und sie reproduzieren; und wenn sie dann mal (z. B. in der Liebe) einer anderen Frau wirklich begegnen, bekommen beinahe (Todes)angst, weil sie vor lauter falschen Spiegelbildern ihr eigenes (authentisches) Geschlecht nicht widererkennen.

Aber um als Frau eine stimmige (weibliche) Identität, neue Ideen, Entwürfe für das Leben, die Kunst, die Philosophie, Politik, die Liebe, den Sex und das Zusammenleben und somit ein anderes Bewusstsein, eine andere symbolische Ordnung zu entwickeln, braucht es Austausch (auch) mit anderen Frauen. Denn nur sie können einem/sich die Bedürfnisse, die Realitäten, die Wünsche aufzeigen, sie zu entwickeln helfen.

Und ein sich Austauschen bedeutet auch sich mal streiten, nicht immer der gleichen Meinung sein- denn das gleiche Geschlecht haben, heißt nicht gleichgeschaltet sein (wie Teile der Frauenbewegung mit dem Slogan “Wir Frauen” es oft suggeriert haben). Interesse auch an anderen/andersartigen Frauen haben, sich mit ihnen ernsthaft auseinandersetzen, ihre Positionen und Lebensentwürfe zu verstehen versuchen. Und hier kommt wieder die Sache mit der Liebe ins Spiel- denn wie wird ein Interesse an etwas Anderem geweckt? (Mit “Anderen” meine ich hier nicht das “andere/gegenteilige” Geschlecht, sondern die Differenzen innerhalb des Eigenen.) Durch Zuneigung, Begehren, Freundschaft und Liebe wird man voneinander angezogen und aneinander “gefesselt” und muss/will sich dann auseinandersetzen. Konflikte und hitzige Diskussionen, man möchte sich diesem anderen und geliebten Wesen annähern, es verstehen, es in seine Welt hineinziehen; aber dieses Andere hat irgendwie auch seine ganz eigenen Vorstellungen von der Welt, in die es einen ebenfalls hineinziehen will. Ein Kompromiss entsteht, oder eine Kollision/Fusion, aus dieser dann etwas Neues geboren wird, sich entwickeln kann.

Und das könnte vielleicht einer der Gründe sein, warum viele Männer (und auch Frauen) so eine Angst vor der Frauenliebe haben und Frauengruppen (in der Öffentlichkeit) sehr schnell des Lesbischseins verdächtig, stigmatisiert werden. Sie ahnen oder wissen wohl, dass liebevolles Angezogensein, Freundschaft und Liebe unter Frauen zu etwas Neuem führen kann, und dass in Frauengruppen sehr schnell liebevolles Angezogensein, Freundschaft und Liebe entstehen…

Fortsetzung folgt…

Über Claudia

Geburtsjahr: 1965
Dieser Beitrag wurde unter Liebe und Erotik, Mythen und Geschichte, Planet Utopia veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Kokons- oder im Spiegelkabinett verloren

  1. hannes schreibt:

    ok nach dem 5. mal lesen der Versuch eines Kommentars.
    Der Gedanke die Idee die du hier beschreibst ist für mich so neu und ungewohnt/unbekannt wie bestechend in seiner Folgerichtigkeit und Logik.
    Mir war schon vorher bewusst das die heutige Gesellschaft ein Produkt von 2000 Jahren Männer dominierter Historie ist (in wie weit Frau im Hintergrund diese mit beeinflusst haben darüber lässt sich streiten aber sie haben es nie offen getan).
    Merkwürdiger weiße ist mir bloß bisher noch nie der Gedanke gekommen das Frauen die in einer solchen Männerwelt aufwachsen und leben sich überhaupt nicht verhalten wie Frauen sonder sich nur Männer bezogen definieren (Ausnahmen bestätigen die Regel). Es gibt immer starke Persönlichkeiten die sich selbst solchen grundlegenden Fundamenten unserer Gesellschaft widersetzen und ihren eigenen Weg gehen, aber wir reden hier ja nicht über die Ausnahme sondern über die Regel.
    Ich frage mich bloß gerade wie würde eine solche Gesellschaft aussehen in der es wirkliche Gleichberechtigung gibt (die ja nur von Anfang an mit entstehen kann) . Voran erkennt man Die? Geht das überhaupt oder braucht eine Gesellschaft nicht immer ein dominierendes Geschlecht? Gab es so was überhaupt schon einmal in der Geschichte der Menschheit das beide Geschlechter gleichberechtigt zusammen gelebt haben. Mir ist selbst nach längeren überlegen nichts so wirklich eingefallen ( am ehesten wahrscheinlich noch irgend welche Naturvölker. Aber haben dort nicht die Frauen er dominiert?? ) Selbst an Beispielen in der Natur mangelt es mir.
    Was ist die Perspektive bei dieser Idee? Ich mein ihr strebt aus meiner Sicht etwas an was es so noch nie so wirklich gab, oder hab ich da jetzt was vollständig falsch verstanden. Selbst Kulturen die Frauen dominiert waren sind schon lange untergegangen und vergessen (und im Zweifel auch nur der feuchte Traum eines Historikers). So was kann doch also nur dann Funktionieren wenn man bei Null anfängt. Wie soll das bitte in der jetzigen Gesellschaft gehen.
    Je länger ich darüber nachdenke desto Spannender und Verheißungsvoller wird diese Idee im meinen Kopf und eine neue Gesellschaftsordnung ist eh überfällig :D.
    Realistisch gesehen wird das aber noch ein ganzes weilchen so weitergehen mit dem “größer schneller weiter”. (Ist der Kapitalismus damit eigentlich nur eine Spiegelung des männlichen sexual Verhaltens.) Oh man du kannst dir gar nicht vorstellen was für ein Gedanken sprudeln dieser Artikel in meinen Kopf ausgelöst hat.
    Zu den Kokons kann ich nicht viel sagen da ich noch nie jemanden getroffen habe bei dem ich das so wahrgenommen hätte, was sicher daran liegt das ich auch noch nie darauf geachtet habe.
    Aber deine Schlussfolgerung am Ende ist sicherlich richtig das viele Männer und ich glaube noch viel mehr die Frauen jegliche Entwicklungen in diese Richtung, Verurteilen und bekämpfen werden (und es ja jetzt schon tun), weil sie Angst davor haben. Angst vor etwas neuem Ungewohnten.

  2. Sarah schreibt:

    Bei mir sind tausende Lichter aufgeleuchtet. Vielen Dank wieder einmal an Mary Daly!!!

  3. Claudia schreibt:

    @hannes

    Das mit dem “Kokons” ist nur der Versuche eine Metapher/ein Vergleich zu finde, für dieses “nicht erreichbar sein” von Frauen für andere Frauen. D. h. Sie identifizieren sich wohl so sehr mit dem männlichen Bewusstsein und seinen geschaffenen Bildern (auch/besonders mit denen von Weiblichkeit), verschmelzen mit ihm und können/wollen dann eine (authentische) Frau nicht mehr richtig wahrnehmen. Sie “sehen” sie einfach nicht und dieses führt dann zu jenem gegen-die-Glaswand-rennen-Gefühl, wenn man mit ihnen doch so etwas wie Kontakt bekommen, einen ehrlichen Austausch probiert. Ist so ähnlich wie mit Erdbeeren und Erdbeeraroma, denn wenn Kinder z. B. immer nur Joghurt mit künstlichem Erdebeeraroma essen, erkennen/mögen sie nach einer Weile keine riechtigen Erdbeeren mehr und finden, dass dieses künstliche Aroma echter und besser schmeckt.

    Und andereseits sitzten viele in/auf so einer Art unerreichbarem Prinzessinnen-Diva-Göttinnen-Thron (habe da immer so die Assotiation von einer indischen Kindergöttin, verehrt, aber völlig isoliert). Muss noch mal näher darüber nachdenken.

    Ja und dass Frauen einfach so (als zweiter Mann sozusagen) in die männliche Symbolische Ordnung und den Arbeitsmarkt eingefügt werden können und sich sonst (gesellschaftlich/symbolisch) nichts ändern muss, klappte ja an allen Ecken und Enden nicht und führt nur zu endlosen Basteleien wie “Lösung” des Care-Problems durch Aupair Mädchen aus der Ukraine und Pflegekräften aus Polen usw. D. h. letztendlich nur, dass Frauen aus den reicheren Ländern zu einer Art Mann “aufsteigen” können und Frauen (können auch Männer sein) aus ärmeren Ländern dann die Frauenrolle übernehmen…

  4. Cassandra schreibt:

    Mich hat der Artikel sehr betroffen gemacht.

    Oft ist die Rede davon, dass die Frau unsichtbar ist in allen Bereichen der Gesellschaft und, da sich fast alle Frauen „mit den Augen der Männer wahrnehmen/betrachten”, nicht in der Lage ist, sich zu erkennen, sich neu zu definieren und dadurch die „herrschende” männlich geprägte Ordnung zu ver-rücken.

    Selten werden jedoch Möglichkeiten aufgezeigt, WIE sich frau neu definieren könnte.
    Ich denke daher auch immer wieder über Lösungen dahingehend nach und, aus dem künstlerischen Bereich kommend, suche ich die Antworten dort. Ich glaube, dass vor allem die Kunst ein Weg sein könnte, auf dem die Frau sich selbst erfahren und neu erschaffen könnte.
    In der Kunst ist man zu großen Teilen intuitiv tätig. Intutition erlaubt keine Masken und keine Rollen, sondern fördert aus dem Innersten kommende ungeschminkte Authentizität zutage, welche, im nachhinein reflektiert, das Kunstwerk als Gesamtes abrundet. Viele weiblichen Künstlerinnen gehen aber leider auch hier den männlichen Trampelpfad, lassen ihre Kunst mit männlichen Maßstäben messen und sich dadurch wieder und wieder diskriminieren. Oft wird die Kunst von Künstlerinnen als „typisch weiblich” kritisiert und entwertet. Die Künstlerinnen lassen dann schnell vom eigenen Stil ab und immitieren die männliche Art Kunst zu machen, was sich für viele schal und leer anfühlt.
    Wenn Künstlerinnen aber die Chance sehen, die in ihrer „typisch weiblichen” Kunst liegt, wenn sie die Kritik als Gefährt nehmen und eben diese eigene weibliche Formensprache zu einem Weg machen und zu einer eigenen Kunstgattung, dann könnte sich daraus zumindest soetwas wie ein künstlerisch-weibliches Bewusstsein entwickeln und es könnte – da Kunst meist der Vorreiter gesellschaftlicher Veränderung ist – auch nach und nach in der Gesellschaft ein Umdenken entstehen.

    Jutta Dunkel schreibt in ihrem Artikel „Kunst oder Therapie” aus „Kunst und Therapie” Heft 21, Köln, 1993, dass der Kunstmarkt eine Domäne der Männer sei und Frauen extrem große Schwierigkeiten haben, von ihrer Arbeit als Künstlerinnen leben zu können.
    Desweiteren erwähnt sie Künstlerinnen der 70er und 80er Jahre, die ihr Frausein und ihre Rolle als Künstlerin im Hinblick auf Kunstproduktion sowie auf die gesellschaftliche Situation bezogen diskutierten:
    Gisela Breitling
    Ulrike Rosenbach
    Anna Oppermann
    Friederike Pezold
    Judy Chicago
    Valie Export

    All jene Künstlerinnen entwickelten künstlerische Konzepte, „die zu einem Teil Identifikationsmöglichkeiten bieten …(…) In ihren Arbeiten ist Selbst-Erfahrung im Sinne von Selbst-Bewusstsein Thema (…) Eine authentische Bildsprache wird ausgefochten. Sie haben den Anspruch, das althergebrachte Muster (….) in Frage zu stellen.”

    Sie schreibt über Ulrike Rosenbach: diese arbeite gegen ein mystifiziertes Bild der Frau; sie will entfremdete mythische Bilder zurückgewinnen.

    Dennoch scheint es, laut Dunkels Erkenntnisse, noch selten eine Eigenständigkeit des Ausdrucks in der weiblichen Kunst zu geben, da Frauen oft „den herrschenden Vorstellungen von Frauenkreativität folgen”. U.a. auch Freuds Beschreibung des Weiblichen als „Mangelwesen” habe mit dazu beigetragen, dass die Frau die ihr gesellschaftlich zugewiesenen Orte unhinterfragt übernahm und sie schließlich in ihrer Psyche wiederholte. Der Frau fehlen Begriffe von sich und eine eigene Sprache. Als Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, hebt sie Luce Irigaray hervor, die dafür plädiert hat, „die immer neuen Widersprüche, denen Frauen in der Praxis ausgesetzt sind, zu inneren Widersprüchen zu machen und sie (…) in ihrer Arbeit zu einem neuen Sinn umzugestalten”. Daraus entstehe eine neue Form „weiblicher Ästhetik”.

    Ich sehe daher in der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Weiblichkeit und dem offenen Austausch von künstlerisch schaffenden Frauen über ihre Kunst, die Möglichkeit, ein Stück weit den eigenen Kokon zu druchbrechen; dann kann Begegnung von Frauen auf einer neuen Ebene entstehen, dann kann die Suche nach einer neuen weiblichen (Formen-) Sprache beginnen, dann kann eine eigene Weibliche Kunst entstehen.

  5. Claudia schreibt:

    Cassandra das ist ein sehr interessanter Kommentar (!) und ich selbst habe mich auch mit den erwähnten Schriften und Künstlerinnen beschäftigt. In den 70er und 80er Jahren sind, was die Kunst von Frauen angeht, ein paar ziemlich innovative Dinge passiert, jetzt ist leider unter dem Label “queer” irgendwie wieder Rückschritt hin in Richtung-alle sind Menschen also Männer-angesagt. Hm, oder vielleicht haben sich Frauen auch in der Untergruppen- und/oder Dualismusecke verrannt, ich weiß es nicht aber Fakt ist, dass Frauen, die nach authentischen/anderen Ausdrucksmöglichkeit suchen von der Kunstwelt nicht wahrgenommen und als unerheblich beiseite geschoben/erst gar nicht ausgestellt oder publiziert werden. (Das ist dann so ähnlich wie mit diesem Blog hier, an die 500 Aufrufe täglich, Tendenz steigend, aber kaum eine Verlinkung oder gar Erwähnung, verdrängt und in die Untergruppenschublade abgeschoben.)

    Aber ich glaube man muss da noch zwischen ausführenden (also zb Sängerinnen, Tänzerinnen, Schauspielerinnen, Musikerinnen) – und selbst schaffenden Künstlerinnen (Malen, Schreiben, Choreografieren, Komponieren) unterscheiden. Die Ausführenden identifizieren sich besonders stark mit den Frauenrollen, die männliche Künstler geschaffen haben und reproduzieren sie meistens ohne jegliches Bewusstsein- worauf wieder andere Frauen sich mit ihnen (den Schauspielerinnen, Sängerinnen) identifizieren und sie als Vorbilder für ihre (Lebens)Rollen, ihre Selbstbilder und ihr Verhalten nehmen. Sie reproduzieren (männlich kreierte) Mythen und hier zitiere ich wieder Mary Daly: Indem sie durch ihr Verhalten dem Mythos (der Rolle) Realität geben werden die Teilnehmer zu Wieder-Herstellern und “lebenden Beweisen” der trügerischen Mythen (Rollen/Bildern).

    Ein nur schwer zu durchbrechendes Muster – aber selber Kunst-schaffende Frauen sind da öfters bewusster bzw werden durch den kreativen Prozess, der ins eigene Innerste geht, viel schneller auf die “Problematik” ihres Frauseins, des irgendwie anderen in-der-Welt-Seins gestoßen. Viele verdrängen es wieder, wenden sich anderen Themen zu oder versuchen sich dem Markt anzupassen und identifizieren sich dann völlig mit dem männlichen Blick, seiner inneren Welt. Sie wollen eben auch (finanziell) überleben.

    Meinem eigenen (schon August 2009) fertiggestellten Roman/Erzählung geht es ebenfalls ähnlich, er passt in keine Kategorie, nicht in das Label “Frauenbuch” oder “Fantasie” (er ähnelt eher einem Mythos), ist für einen Roman zu kurz und für eine Erzählung zu lang und lässt sich weder der Prosa noch der Lyrik zuordnen.Er ist eine Zwischenwelt angesiedelt, in einer AndersWelt, ist kaum massenvermarktbar und findet deswegen kein Verlag (abgesehen von der Tatsache, dass Manuskripte von unbekannten AutorInnen zu 98% eh ungelesen im Papierkorb landen…). Fünf Jahre Arbeit für “umsonst”, deswegen habe ich mir überlegt, dass ich ihn nach und nach Kapitelweise auf einen extra Blog stelle, den ich mit diesem hier verlinke und zu jedem neu veröffentlichen Kapitel (so alle 14 Tage bis 1 Monat) dann hier einen kleinen Einführungstext schreibe. Das wäre dann auch interaktiv, d.h. jede/r kann dann auch gleich in den Kommentaren Gefallen oder Kritik äußern und Fragen stellen, vielleicht verändert er sich dann auch noch ein bisschen- oder es entstehen Ideen für den zweiten Teil (der schon in Planung ist).

    Mal sehen…

  6. Cassandra schreibt:

    @ Claudia
    Die Unterscheidung zwischen ausführenden und selbst schaffenden Künstlerinnen
    ist interessant und sicher sehr sinnvoll. Auch der Hinweis, dass sich gerade viele ausführende Künstlerinnen (auch die allseits angebeteten „Diven”) sehr mit den Frauenrollen, die männliche Künstler für sie geschaffen haben identifizieren und sie lediglich reproduzieren.
    Schauspielerinnen würde ich aber nicht zwingend da unterordnen, da mittlerweile immer mehr weibliche Regisseurinnen brisante Themen verfilmen „dürfen” und für ihre Filme wiederum eben keine Clicheéfrauen auswählen, sondern starke authentische Persönlichkeiten und wenn Clichée, dann ganz gezielt. Ich glaube, dass neben den selbst schaffenden Künstlerinnen die Filmemacherinnen und Regisseurinnen ebenfalls einen sehr großen Einfluss auf die Gesellschaft haben, denn Menschen rezipieren nunmal gerne Bilder – am liebsten passiv und gemütlich auf dem Sofa sitzend; hier erreicht man die breite Masse und was im Fernsehen läuft, wird meist geglaubt.

    Hattest du eigentlich jemals daran gedacht, deinen Roman zu verfilmen oder als Hörspiel aufzunehmen bzw. aufnehmen zu lassen?
    Ich habe aus deinem Roman mehrere Passagen vorgelesen bekommen und auch auf deinem Blog gelesen. Die Tatsache, dass mir die Passagen vorgelesen wurden, hat es mir ermöglicht, mich „willenlos” in die Sprache hineinfallen zu lassen. Und ich konnte mich der Magie der Worte nicht entziehen, die Brillianz und Leidenschaft der Sprache und vor allem auch unplakative Sinnlichkeit der einzelnen „Szenen” haben mich sehr in Bann genommen … ja, es sind Bilder vor meinem inneren Auge aufgetaucht, mythisch – magisch … die Tür zu einer neuen Welt wurde geöffnet, die neue Welt aber nie auf dem Silbertablett serviert, nie zu deutlich skizziert, sondern vage gehalten und damit weiter schöpfbar …
    Daher könnte ich mir den Roman auch gut als Hörspiel vorstellen – vielleicht gar von einer Schauspielerin gelesen.
    Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass du – passend zu diversen Stellen des Romans – einige deiner Malereien/Collagen zeigst. Dann verknüpfen sich Bild und Wort und dringen noch tiefer ins Bewusstsein der Leserinnen ein.

    Nur, wenn frau sich zeigt, kann sie gesehen werden ;-)
    Dies gilt auch für die Werke, die sie schöpft, die Kunst, die sie macht.
    Ich bin der Meinung, ein Blog ist doch nicht nur ein interaktive „Bühne” für verbalen Austausch, sondern auch eine potentielle Ausstellungsplattform für Kunst jeglicher Art…!
    Dann kommt endlich Leben in all die Worte und Theorie hinein … :-)
    Daher freue ich mich immer, wenn sich jemand der Leserinnen traut, mehr von sich zu zeigen – seien es Gedichte, Märchen, seien es Fotos, Songs oder Ähnliches.
    „Dann können die Kunst-schaffenden Frauen sich begegnen
    und „bewusster … werden durch den kreativen Prozess, der ins eigene Innerste geht …”

    Mir kommt noch eine Idee: warum nicht einen eigenen Verlag gründen?
    Da kommt man oftmals weiter, weil man dann nach eigenen Richtlinien arbeiten kann.
    Ich frage mich immer, ob es unter all den Blogleserinnen hier keine gibt, die Einfluss genug haben, solch einem schwer anmutendes Unterfangen auf die Welt zu helfen…?

    Daher auch die Idee eines gemeinsamen Treffens: wenn wir uns endlich in die Augen sehen und zwar mit einem neuen erweiterten Blick, dann erst können wir neues in Richtung weibliches Bewusstsein er-schaffen.
    Ansonsten, so ist mein Eindruck, drehen wir uns hier immer wieder im Kreis des Darstellens der gesellschaftlichen Gegebenheiten über Selbstmitleid bis hin zu variierenden Schilderungen des persönlichen Scheiterns.

    Ich freue mich auf dein Buch-Projekt und auf weitere Passagen deines mythisch-magischen Romans…

  7. hannes schreibt:

    mm zu thema Buch drucken. Kennst du epubli? Die waren dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse.
    http://www.epubli.de/help/grundsaetzliches
    Ist vllt was für dich

  8. Claudia schreibt:

    @hannes
    vielen Dank für den link, werde ihm mir mal die nächsten Tage näher anschauen. Ich wollte mein Buch eigentlich nicht im Internet oder auf Selbstkostenbasis veröffentlichen und es zuerst auf dem konventionellen Weg probieren, aber nachdem ich ungefähr 100 Verlage mein Manuskript geschickt haben bin ich auch für diese Möglichkeit offen. Das Hauptproblem ist aber nicht das Drucken/Veröffentlichen sondern die Leser zu bekommen, also das Marketing sozusagen (vom Geld damit verdienen mal abgesehen) – und deswegen dachte ich an Verlinkung mit diesem Blog hier. A sind relativ viele die hier lesen und B ist es schon die ungefähre Zielgruppe die es interessieren könnte, außer vielleicht dass die Älteren (vor allem Frauen) nicht so viel ins Internet gehen und daher eher mit/bei Printmedien abzuholen sind.

    @Cassandra
    Bei der Differenzierung innerhalb der Schauspielerinnen hast du recht dennTheater steht, was die Rollenrückständigkeit anbelangt wohl an erster Stelle, dann kommen die großen Produktionen wie Hollywood, bei Fernsehserien ist man da schon viel freier und beim Independentfilm noch mehr.

    Das wir uns hier immer im Kreis drehen ist nicht mein persönlicher Eindruck, denn es gehört eben beides dazu, Fremde und eigene Verhältensweisen, gesellschaftliche Mechanismen zu durchschauen (um somit aus der ewigen Wiederholung herauszukommen) und Utopien erschaffen. Eins geht nicht ohne das andere.

  9. Claudia schreibt:

    @noch mal hannes
    …dieser Kokon, diese Kontaktschwierigkeiten/Unmöglichkeiten zwischen den gleichen Geschlechtern, dieses Mann-Frau-Zwangsheterosexualitäts-Ding, davon sind nicht nur Frauen, sondern auch Männer betroffen (wenn auch in einem anderen Ausmaß). Ich erinnere mich an eine erst neulich gesendete/wiederholte Doku-Soap im Fernsehen über drei deutsche Familien, die es beruflich bedingt in den Oman verschlagen hat. Dort herrscht noch Geschlechtertrennung, d. h. Frauen essen, feiern und tanzen gemeinsam- Männer essen, feiern und beratschlagen… Einer der deutschen Männer (ca. 40 und Ingenieur und schon ungefähr ein Jahr im Oman) saß in einem langen Gewand (Kaftan?), das orientalische Männer in dörflichen Wüstenregionen oft tragen, an einer langen Tafel auf dem Boden neben/zwischen vielen anderen Männern und hatte da so seine ganz eigenen Probleme mit…Und klagte es in die Kamera hinein, nämlich dass er sich immer noch nicht daran gewöhnt habe (ausschließlich) zwischen Männern zu sein/sitzen und er sich dabei irgendwie unwohl fühle… Was wohl bedeutet, dass er ihre körperliche Nähe nicht ertrage, fast nackt unter dem Kaftan/Gewand, Mann an Mann…

  10. hannes schreibt:

    ja ähnlich erfahrungen hab ich auch schon gemacht. Zum beispiel als ich vor kurzem mal sehr ausgiebig mit jemanden in einer Kneipe unterhalten habe irgend wann war es dann morgens um 6 und wir mussten da raus.
    Auf seinem Vorschlag zu ihm zu gehen (dem ich zustimmte), folgte dann eine 10 min rechtfertigung/versicherungs Arie das es ihm nicht darum gehe mich “anzuschwulen” .
    Das hat mich schon sehr erstaunt , das es ihm nicht möglich war mich einzuladen ohne mir das ausgiebig versichern zu müssen, zumal ich gar nicht auf die Idee gekommen bin das eine sexuelle Intention dahinter stecken könnte.
    Ähnliches erfahre ich auch häufig wenn ich mich mit männliche Freunden über sehr intim Themen unterhalte will (Sehnsüchte, Träume, Triebe). Es ist fast nicht möglich da sofort der verdacht aufkommt man wäre schwul.
    Ich bin nicht schwul, zumindest glaube ich das. Obwohl ich es auch nicht für unmöglich halte mich mal in einen Mann zu verlieben aber das hängt damit zusammen das ich Liebe generell für etwas universelles halte.
    Ein Grund warum ich mich so gut mit dem was ihr hier schreibt identifizieren kann ist das ihr dieses sexuelle Schubladen Denken aufbrecht und letztendlich ablehnt.
    Denn ich will und kann mich nicht einer solchen Schublade zuordnen.
    Das alles führt dazu das ich intime Gespräche meist nur mit Frauen führen kann (was für mich sehr unbefriedigend bzw. schwierig ist.) oder aber mit deutlich älteren Menschen als ich, da man mir dort nicht automatisch ein Sexuelles Interesse unterstellt.
    Alles im allen etwas anstrengt und unnötig Kompliziert das ganze, aber ich hab mich damit abgefunden und versuche mich nur mit Menschen zu umgeben die mich halbwegs verstehen.

  11. Claudia schreibt:

    Zum Thema Film, Frauen und Hollywood:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s