Diese Videos sind ein kleiner Vorgeschmack für einen Artikel, den ich noch schreiben werde, zum Thema „Lesbische Hollywooddiven“. Sogar heute in unserem ach so fortschrittlichen 21. Jahrhundert negiert/verdrängt die breite Öffentlichkeit, dass der größte Teil der Schauspielerinnen im Hollywood der zwanziger und dreißiger Jahre (und noch danach) Affären mit Frauen hatten. Dazu gehören bekannten Größen wie Marlene Dietrich, Joan Crawford, Greta Garbo und Barbara Stanwyck. Sie lebten in den sogenannten Lavendel-Ehen (eine Ehe die oft mit schwulen Männern geschlossen wurde, um das heterosexuelle Image in der Öffentlichkeit zu bewahren), um privat ihre wahren erotischen Vorlieben ausleben zu können. Auf der Leinwand wurden sie jedoch immer als rein heterosexuelle Göttinen inszeniert und man duldete ihre „Eskapaden“ solange sie heimlich passierten. Regisseure wussten die Ausstrahlung frauenliebender und begehrender Frauen zu schätzen, denn sie waren mehr Subjekt in ihrer Körpersprache und Aura und das kam sowohl beim männlichen als auch beim weiblichen Publikum an. Diese Szenen sind kleine Augenblicke weiblicher Filmgeschichte, die auf irgendeine Art und Weise der Zensur der damaligen Zeit entgehen konnten, in denen die Schauspielerinnen für einen Moment aus der gewohnten Rolle ausbrechen und ihr lesbisches Begehren sichtbar machen. Greta Garbo macht dies besonders durch ihre aktive aber nicht unweiblich wirkende Körpersprache, Joan Crawford zeigt ihre extreme Leidenschaft (wenn auch im negativen Sinne) auf eine Frau bezogen und Marlene Dietrich küsst in einer Szene (die sie selbst so den Produzenten vorschlug) in der Öffentlichkeit eine Frau.
@sophia
also bei der Greta Garbo empfinde ich die Frauenbezogene Szene am offensten zu sehen.
Bei der Joan Crawford ist es eher eine verdeckte Frauenliebe durch ihren sehr innigen Blick.
Und bei der Marlene Ditrich finde ich eher, dass es was von den Filmproduzenten zwangsgehaltener Bissexualität aber nicht das offene freie Frauenliebende Leben zeigen darf.
Da sie zum Ende einen Mann die Blume der Verehrung zuwirft und nicht einer Frau.
Also die absolute Frauenliebe einfach nicht sein darf was bis heute leider noch so ist.
ja, das finde ich auch immer besonders schade, wenn am ende die frau doch noch den mann bevorzugt, oder sich für den mann entscheidet.
am krassesten finde ich immer, wenn die frau gar zu dem schluss kommt, dass ja alles bloß neugier und ne phase war… wurde in neuen filmen auch öfter so gezeigt..
Hallo Taliana und Natalie,
Dass in den meisten neuen (und auch alten) Filmen die Frau am Schluss doch den Mann bevorzugt ist reine Propaganda, und dient dazu lesbische Liebe zu verharmlosen – dahinter versteckt sich aber eine große Angst der Männer, dass Frauenliebe tatsächlich möglich sein könnte. Es gibt auch in der Literatur unzählige Beispiele darüber, wie Männer über lesbische Liebe fantasiert haben (oft haben sie ihre eigenen Ängste und Sexualfantasien dort hineinprojeziert), gerade in Zeiten, in denen Frauen immer unabhängiger wurden haben Männer dieses Theme verunglimpft.
Dies ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich lange nicht an die Möglichkeit geglaubt habe, dass weibliche/feminine Frauen auch lesbisch sein könnten. Als z.B. den Film „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ von Rainer Werner Fassbinder gesehen habe, der davon handelt, wie ein Foto-Modell eine Affäre mit einer lesbischen Modedesignerin beginnt und diese nur ausnutzt, hat sich bei mir ein sehr negatives Bild von Frauenliebe festgesetzt. Da ich damals sehr unbewusst war, habe ich nicht begriffen, dass dies einfach die Perspektive von einem Mann war und deshalb nichts mit der eigentlichen Frauenliebe zu tun hat. Genauso ist das auch bei der Oper Lulu, die Gräfin Geschwitz, die die jünger Lulu liebt und von ihr ausgenutzt wird… ganz ehrlich – es ist doch meistens so, dass die jüngere Frau eher nach der älteren verrückt ist. Bei Schwulen dagegen kommen solche Verhaltensmuster eher vor…
@sophia
Dann ist es heute auch noch so das die Produzenten der Filmindustrie den Frauen keine eigene Liebe oder ein eigenes Begehren zulassen. Sondern Frauen in deren Rollensysteme zu deren Gunsten zeigen.
Ist es denn nicht so das der Mann oftmals durch solche unglücklichen Beziehnungen unter Frauen absichtlich geziehlt macht um zu demonstrieren wie zickig und falsch Frauen sind und das sie nur zum heißmachen für Männer lesbisch sein sollen. Also die Männer die Frauenliebe gezielt zerstören durch Ihre Rollen.
Diese Frauen im Film würden vielleicht eine glückliche Beziehung leben wollen aber der Produzent zerstört diese durch die Rollen, die er den Frauen aufzwingt.
Damit der Mann wieder gewinnt und die Frau immer ein schlechtes Bild von anderen Frauen in sich trägt und durch diese Form von Medienbeeinflussung den Frauen ein verzerrtes Bild vermittelt wird. Damit sie auch weiterhin den Mann anhimmeln egal in welcher Form er sich zeigen wird.
Also ich weiß nicht ob es generell so ist das jüngere Frauen immer ältere Frauen anziehend finden?
Bei mir ist es nicht immer so ich mag auch gleichaltrige Frauen.
Aber es ist schon verständlich das jedes Alter eine andere Ausstrahlung mit sich bringt und somit jüngere Frauen oft auch Gefallen an älteren Frauen finden!
Und da kommt wieder die Passivität ins Spiel. Frauen zeigen halt immer noch zu wenig ihren eigenen Sicht auf die Welt und auch auf das Begehren und die Sexualität. D. h. Es gibt zu wenige Drehbuchschreiberinnen und Produzentinnen, die finanziell unabhängig arbeiten können. The L word ist da echt eine Ausnahme und die Kämpfe, die da hinter den Kulissen stattgefunden haben kann ich mir lebhaft vorstellen…
Und ganz oft sind es eben lesbische/frauenliebende Frauen, die da den Anfang machen. Da sie ganz genau wissen, dass sie für sich alleine aufkommen müssen (und sich nicht in die Ehe und Kinderkriegen flüchten können) versuchen sie auch die Welt so zu gestalten, dass sie sich darin wohlfühlen.
Auch auf unserem Blog merken wir übrigens das passive Verhalten von Frauen. Sehr viele lesen hier mit, aber nur wenige trauen sich auch zu kommentieren. Das ist schade, denn durch Kommentare kann eine interessante Diskussion in Gang kommen.
also ich kann schon bestätigen, dass ich mich EHER zu älteren frauen hingezogen fühle, auch mal zu gleichaltrigen, aber NIE zu jüngeren, aber okay, ich bin ja auch noch sehr jung, alles 3 jahre oder so unter mir, wäre ja fast noch ein kind, das ändert sich ja vielleicht noch wenn ich selbst etwas älter bin.
ansonsten kann ich auch nur nochmal sagen, dass lesbische liebe in serien oder gerade filmen mehr als unvorteilhaft dargestellt wird, aber wenn man nun wirklich davon ausgeht, dass das meiste davon wohl von männern kommt, dann kann man das natürlich wieder „verstehen“ warum das so ist.
l-word find ich aber wirklich ne super gelungene und auch witzige serie. hab zwar nur 2 staffeln gesehen, aber hat mir echt gut gefallen, vor allem, weil man eben verschiedene arten von frauen dargestellt bekommen hat!
@claudia
Das finde ich auch sehr schade das viele nur mitlesen und nicht Ihre Meinung schreiben.
Entweder haben sie angst das es jemand mitbekommen könnte oder sie sind anderer Meinung und wollen nicht Diskutieren?
Also Ihr seit hier absolut Anonym und Ihr könnt auch einen anderen Vornamen verwenden oder eben euren echten Vornahmen soweit es kein seltener ist.
Meinen Vornamen gibt es zum Glück Millionenfach.
Also Emailadressen werden nicht angezeigt.
Von dem her nur Mut!
Echt interessantes thema, lesbische hollywooddiven!! Wenn ich das gewusst hätte, als ich als Kind Hollywoodfilme sah und mich fast immer in die Hauptdarstellerin verliebt habe…
Es war jenseits meiner Vorstellungskraft, dass diese Göttinnen eben nicht selbstverständlich ein männliches Gegenstück bevorzugen! Garbo in Queen Christina wollte diese Szene mit ihrem Hoffräulein ( die Schauspielerin war genau ihr Typ..), sie wollte auch noch mehr solche Szenen aber natürlich musste anstattdessen eine „normale“ Lovestory her… Garbo konnte das überhaupt nur machen,weil sie so mächtig war!