Fotos von der Schauspielerin Christine Kaufmann im Playboy von 1999, da war sie 54… auch ein Beispiel für eine Klemmlesbe, Zitat:
Im Übrigen sei sie mehr als einmal in eine Frau verliebt gewesen. Dennoch sei die intensivste erotische Beziehung, die sie je hatte, mit einem Mann gewesen – der im Prinzip homosexuell ist. Obwohl sie nicht lesbisch sei, habe sie oft gedacht; „das wäre so praktisch. Wenn ich so sehe, wie sich eine Frau bewegt. Der Popo oder die Brüste, dann verstehe ich, was Sexualität für Männer ist“, erklärte die Schauspielerin.
Quelle: (Artikel über Christine Kaufmann, Süddeutsche.de, vom 05.04.2007)





Klingt extrem nach K.l., aber wenn sie schon in Frauen verliebt war und sich von weibl. Körperteilen angezogen fühlt, warum gesteht sie sich denn nicht ein, dass sie auf Frauen steht?
ja, das habe ich mich auch gefragt und kann nur vermuten. Vielleicht ordnet sie unbewusst sexuelles Begehren/Aktivsein nur dem Mann zu, d.h. sie kennt nur die Rolle begehrt zu werden und wenn sie eine andere Frau begehrt, müsste sie aus diesem Rollengefängis ausbrechen.
Und andererseits erhalten schöne Frauen wie Christine Kaufmann durch ihre „Heterosexualität“ eine Menge Vorteile in der Gesellschaft, sie bewegen sich in den höchsten Kreisen, sind anerkannt und erhalten berufliche Kontakte durch Männer. Da Frauen keine Macht haben, sondern meistens nur indirekt durch Männer welche bekommen, landet man als frauenliebene Frau schnell im Abseits, wird zum Außenseiter und muss sich alleine irgendwie durchs Leben kämpfen.
Aber ich kann auch verstehen, dass sie sich nicht als lesbisch bezeichnet, da sie sich in der Lesbenszene ihrer Generation (fast alle unattraktiv, kerlig und am unteren Ende der Gesellschaftshierarchie angesiedelt) nicht wiederfinden kann.
Hier noch ein Beispiel lesbischer Frauen der Generation 40+:
http://yvonneford-latebloomers.blogspot.com/2009/09/race-for-cure-wir-waren-5-der-5500.html
sagt sie sei AUCH in frauen verliebt gewesen, nicht AUSSCHLIEßLICH in frauen. und sie hatte ihre intensivste erotische beziehung zu einem mann! auch wenn er schwul war, hatter trotzdem einen normalen MÄNNLICHEN körper! also: auch wenn sie sich zu frauen hingezogen fühlt, ist sie höchstens bisexuell, und das gibt sie ja auch zu, denn sie sagt ja, sie war in frauen verliebt. sie hat keinen grund zu sagen, dass sie lesbisch ist, weil sie es eben NICHT ist! sie fühlt sich offensichtlich auch vom männlichen körper angezogen!
Ja, ich finde Taliana hat vollkommen recht. Schade, dass auf diesen Seiten, die doch feminen Lesben gewidmet sein möchten, doch so eine Art Diskriminierung auftaucht: Wer sich nicht als ausschließliche Lesbe outet, ist gleich eine „Klemmlesbe“, die aus Feigheit und Hoffnung auf Vorteile in der patriarchalen Gesellschaft, mit ihren wahren Wünschen hinter dem Berg hält. Nach meiner Erfahrung gibt es einfach viele Frauen, die AUCH Frauen lieben. Sie lieben an Männern das Männliche und an Frauen das Weibliche, ohne dass sie sich festlegen müssen. Kann man das nicht so gelten lassen, ohne jenen Frauen gleich Falschheit vorzuwerfen?
@Carenita:
Wir wollen nicht, dass sich alle als „Lesbe outen“, sondern mit dieser Seite nur ein Bewusstsein dafür schaffen, dass sehr viele Frauen sich von anderen Frauen angezogen fühlen, aber die meisten es wohl nicht ausleben (können). Und, da gebe ich dir teilweise Recht, das Wort „Klemmlesbe“ ist etwas ungeschickt gewählt aber das Wort „Lesbisch“ ist auch nicht so günstig, weil man dann eben sofort diese Szene im Kopf hat usw. Frauenliebend wäre vielleicht besser, dann hätte es auch nicht so diesen Charakter von Sonderneigung und Außenseiter.
Aber das es immer noch eine Männerwelt ist und Frauen durch das Zusammensein mit Männern Vorteile erlangen ist unbestritten. So wählen viele eben, bewusst oder unbewusst, lieben den Mann als (Haupt)Sex-und Lebenspartner und leben die Liebe zu einer Frau nur heimlich und nebenher und mit sehr schlechtem Gewissen aus (die etwas ältere Generation jedenfalls). Heute ist übrigens das neue homosexuelle Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft getreten und ich hoffen das dies ein weiterer Schritt zur Normalität hin ist. (Auch wenn, in der Süddeutschen zumindest, in Bild und Schrift mal wieder nur von schwulen Männern die Rede war…) So einfach ist das eben nicht mit dem „beide gleich lieben“, denn um dieses so zu sagen, müssten die Bedingungen für Frauen und Männer in der Gesellschaft erst einmal ähnlich sein. Das sind sie halt leider noch nicht.
Hallo Claudia,
danke für die Antwort, ich denke, ich verstehe schon, was ihr mit den gesellschaftlichen Bedingungen meint. Es geht sicher vielen bisexuellen Frauen so, dass sie dann den einfacheren Weg wählen – sprich die Beziehung mit einem Mann. (Aber unter uns – das „einfach“ zu nennen ist hier wirklich einfach übertrieben…;-).) Aber auch hier kann man vielleicht nicht alles auf die Gesellschaft schieben, sondern sollte das prozentuale Verhältnis der gleichgeschlechtlich, bisexuell oder andersgeschlechtlich Liebenden mit einbeziehen – das heißt, vielleicht lebt diese oder jene Frau eben mit einem Mann zusammen, weil die Frauen, in die sie sich verliebt hatte, ihre Gefühle einfach aufgrund der Tatsache, dass sie heterosexuell sind, nicht erwiderten. Und bei ihrem Verlieben in Männer war eben die Chance 95 %, dass derjenige prinzipiell schon mal auf Frauen steht.
Wie stark noch heute der Druckauf lesbische Frauen ist, sich wirklich entgegen dem eigenen Trieb mit Männern einzulassen, wage ich nicht einzuschätzen, und das hängt sicher nicht allein von der uns alle umgebenden Gesellschaft ab, sondern auch von der näheren Umgebung – der Einstellung der Familie, der Freunde, dem Umfeld von Stadt oder Land, der Unterstützung, die sie eben auch in solchen Seiten wie den Euren finden.
Dennoch – die Wortwahl. Sie scheint manchmal so unwesentlich, aber mir stößt das Wort „Klemmlesbe“ wirklich auf. Stammt es nicht genauso aus der Szene, die Euch beim Wort „lesbisch“ einfällt und von der Ihr Euch abgrenzen möchtet? Klingt es in Euren Ohren nicht abwertend? Mir gibt es das Gefühl, dass bisexuelle Menschen als nicht existent wahrgenommen werden und wieder irgendwohin eingezwängt werden sollen. Die Männer möchten am liebsten nicht wahrhaben, dass ich auch Frauen lieben kann, die Frauen legen mir mit dem Wort „Klemmlesbe“ nahe, dass ich falsch und feige mich nicht zur Lesbischkeit bekenne und sie so verrate. Vielleicht seid Ihr kreativ genug, ein neues Wort zu erfinden und zu propagieren?
@carentina
Es sind doch nur Hilfswörter Lesbisch.So wie Straßennamen um einen Weg zu erkennen.
Frauen sind Frauenliebend.
Wenn du ein bischen mehr von der Seite hier liest wirst du sehen das du hier sogar sehr gut verstanden wirst.
Also du kannst dich in Frauen und Männer verlieben na wenn dich das glücklich macht ist das doch schön!
Oder du bist nur mit Männern zusammen weil die Frauen in die du dich verliebst hetero oder „hetero“ oder eben kein Interesse an dir haben?
Die Frage stellt sich wovon lässt sich letzendlich die Nähere Umgebeung ebenso beeinflussen und was unterliegt Ihr…
dem selben eben ganz eindeutig.Unterschiede kann es zwar in Sozialen Schichten geben aber das Prinzip ist immer das Selbe.
Für mich ist das Wort Klemmlesbisch nur ein Hilfswort und ich selber definiere mich als total verklemmt Frauenliebend.
Verwende du doch auch das Wort Frauenliebend aber auch das sind Hilfsworter den es existiert noch keine absolut eigene Kultur es ist auf den Weg dort hin.
Wunderbar du sagst es.