London – Die Chefin der britischen Vogue rebelliert gegen Modehäuser wie Prada, Yves Saint Laurent und Versace. Trotz der Debatte um abgemagerte Models würden auf Drängen führender Designer immer mehr spindeldürre Models in Magazinen landen – die Mädchen würden immer dünner. Das habe die Vogue-Chefin Alexandra Shulman in einem Brief an die Modehäuser geschrieben, berichtet die britische Times. In einem Brief rufe sie die Designer zum Umdenken auf. Modezeitschriften seien gezwungen, Models mit „hervorstehenden Knochen und ohne Busen oder Hüfte“ zu engagieren, weil die Kleidungsstücke, die die Designer den Magazinen für Shootings zuschicken, winzig seien, schrieb sie weiter. Die Maße der Kleidung seien „deutlich kleiner“ geworden. Die Vogue retuschiere nach den Fotoaufnahmen am Computer regelmäßig die Körperfülle der Mädchen, damit sie dicker und gesünder aussehen. „Wir sind jetzt an einem Punkt, wo viele Probegrößen nicht einmal mehr den etablierten Star-Models mehr passen, schreibt Shulman.
Ja dieses Phänomen ist hinlänglich bekannt (das mit den zu dürren Models) und wir haben hier auf unserer Seite auch schon Artikel darüber geschrieben (z. B. Modeblogs oder auch Frau=Tod). Meine ursprüngliche Meinung zu dem Thema war, dass die Mädchen deswegen immer dünner werden, weil die überwiegende Mehrzahl der Designer schwule Männer sind, die einen gewissen Frauenhass haben, bzw. die Frau aus ihrem System heraushaben wollen und sie durch eine Art queeren Jungen/Mann ersetzen wollen. Im Prinzip stimme ich dem noch zu, habe aber noch eine Ergänzung hinzuzufügen. Wie schon in „Unerfüllte Männerliebe“ geschrieben: [...] Die Bedrohung ist größer, wenn das Patriarchat mit männlicher Homosexualität konfrontiert wird, weil es dann Männer sind, die sich der Heteronormativität entziehen. Wenn sich das Patriarchat selbst als eine Art Männerbund versteht, ist es auf der anderen Seite aber auch so, wie Eve Sedgwick gesagt hat, dass das Bindemittel des Patriarchats ein männlich-homosoziales Begehren ist. Das bedeutet, dass Affekte jedweder Art als Bindemittel zwischen Männern zirkulieren. Es wäre dann so, dass in dem, was man als Homosexualität versteht, das zutage tritt, was ansonsten hinterm Tabu verborgen bleiben muss. [...] Wohlmöglich ist also dieses „immer dünner und somit immer geschlechtsloser werden“ (kein Busen, Hüfte; Po) der FrauenModels eine Art mehr oder weniger unbewusst ausgeführte Akt der Schwulen Modeschöpfer? Weil: Wen begehren schwule Männer? Den Mann. Was sind/leben die meisten Männer nach außen hin? Klar heterosexuell. Was ist das (un- ausgelebte/tabuisierte) Bindemittel des Patriarchats? Wie gerade gelernt: Das männlich homosoziale Begehren.
Nun vielleicht macht viele schwule Designer einfach nur diese Diskrepanz verückt zwischen dem – was ganz unbewusst in der Gesellschaft da ist und nur ganz tief in der Nacht und nur heimlich ausgelebt wird und dem, was in der Realität und am Tageslicht dann wirklich gelebt wird. (Und das sie dann, am hellen Tage, an die Heteromänner nicht rankommen können). Und sie versuchen deshalb die Frau dem Mann immer ähnlicher zu machen (Mann light sozusagen) um sie/ihn so besser, nach und nach, dem gewöhnlichen Hetero(mann) unterzujubeln zu können. So wie wenn man jemanden vom Kaffetrinken (=Frauen lieben) abbringen will und ihm dann jeden Morgen ein wenig mehr Malzkaffee (=Männer wollen) in seine Koffeindroge mischt, bis er den Unterschied kaum mehr bemerkt. Ja vielleicht könnte das auch ein Grund für die Zunahme der Magermodels sein – und nicht unbedingt immer nur das üblich vorgebrachte Argument der sogenannten Überflussgesellschaft. (In Afrika hungern sie – und hier ist so ein Knochenkörper doch nur ein herrlich dekadentes Luxusspiel…). Vielleicht – wer weiß – quergedacht eben.
@claudiadie warscheinlichkeit ist doch sehr hoch das es hier genau um das geht was du so schön beschreibst!schwule modedesigner versuchen sich die frau männlicher zu machen.auch gibt es frauen die modedesignerinnen sind darf nicht vergessen werden.das kenne ich auch das argument mit dem in armen ländern hungern sie und hier hungern sie wegen dem schlankheitswahn.also es sind meiner meinung nach eher die schwulen männlichen modebilder die diese mode vorgeben.und frauen die eben diese rollen annehmen.auch ist es zusätzlich eine mode und geschmakssache.aber es gibt ja auch männer die beleibtere oder normalproportionierte frauen schön finden und auch ein freundlichen charakter haben aber ich mag diese gattung mann allgemein nicht egal wie die sind.
das stimmt in der nacht wird geheim ausgelebt und am tag wir versteckt gelebt.
aber schwule modedesigner sind doch für ihr schwulsein bekannt die müssen sich doch garnicht verstecken?
also eigentlich haben die es viel einfacher anerkannt zu sein als frauenliebende frauen?!
also wir frauenliebenden frauen können garnicht uns zeigen weil wir garnicht wahr oder ernstgenommen werden das liegt besonders an der annerkannten hetero undbissexuellen rollenspielen.
also wir frauenliebenden frauen mir geht es zumindets so ich schweige und sage nichts denn damit verleugne ich mich nicht aber ich erzähle auch nichts über mich.
also weder noch.ich meine damit keine sondersituationen wo ich was sagen muss.
also ist das eigentlich dann verleugnen wenn ich nichts sage?ich sehe es eher als schutz an!tschuldige das ich vom thema abkomme!
@claudia
es kann sein das dann mit der schwulenmode das klemmschwulentum angesprochen wird.
ich finde es ein bisschen gemein alle diese mädels so über einen kamm zu scheren und überhaupt alles als negativ zu bezeichnen. ich selbst zähle auch zu diesen „superdünnen“ mädels, die kaum busen oder hüfte haben, hungere aber nicht, sondern bin eben so gebaut. den einen gefällt es den anderen nicht. ich bin sehr zufrieden damit wie ich aussehe, und zwar weil es mir persönlich gefällt, nicht weil ich irgendwem anders gefallen will. mir ist bewusst, dass die meisten lesbischen frauen eher auf sehr weibliche formen stehen… naja so what, i’m what i am und mir gefällt es so.
ich finde den magertrend in der modewelt zwar auch zu übertrieben, aber nicht jeder, der dünn ist, ist auch magersüchtig. und beim modeln ist eine einheitsgröße nun mal unabdingbar, bei den meisten finde ich es gar nicht so extrem, sieht man von kate moss oder victoria beckham vielleicht mal ab…
glaube auch nicht, dass das was mit schwul sein zu tun hat. donatella versace zum beispiel ist bestimmt nicht schwul, oder was weiß ich wer da alles so mitspracherecht hat welche größe geschickt wird.
@taliana
es gibt auch frauen die einfach von ihrer anatomie leptosom gebaut sind bzw.mager oder sehr dünn.
aber das hat mit den prinzip der modeindustrie nicht so viel zu tun.
und mode und körperliches empfinden und wesen sind alles sind persönliche empfindungen!
und es gibt bestimmt auch magere frauenliebende frauen die magere frauenliebende frauen mögen und sonstige kombinationen.
wenn ich mir eine frau vorstelle die mir gefällt dann habe ich ein bild in meiner seele von so einer.
das wird wohl bei anderen genauso sein.
und du kannst doch mögen was du willst ist doch jeder ihre persönliche geschmacksache!
@taliana
aber die werbeindustrie arbeitet mir ganz gemeinen tricks und auch die modeindustrie ist nicht ganz rein also von dem her ist es ein absoluter quatsch das so zu befürworten.
aber wie ich schon gesagt habe es ist zwar eine geschmacksache.aber viel wird beeinflusst auch unbewusst durch medien.ich bin genauso medienbeeinflusst.
mir stellt sich nur die frage warum es eine einheitliche mode überhaupt geben muss?
wenn mode doch sowieso vergänglich zeitweilig und sich dauernd in zeitabschnitten wiederholt vor 7jahren waren die 70erjahre schlaghosen wieder modern und jetzt sind es wieder die karottenhosen aber es ändert sich dauernt so das du alles im schrank aufheben kannst weil irgendwann ist wieder das andere in mode.
deshalb trage ich unbewusst was mode mir vorgibt aber meistens kinderklamotten die passen mir zum glück noch die aber genauso nach mode gemacht sind.
aber ich habe nie mit dem thema mode wircklich was zu tun gehabt außer das ich eine magersüchtige bekannte mal hatte aber das ist schon länger her ansonsten habe ich mich das nicht so beschäftigt.
es gibt ja auch interessante modeaustellungen wo aus recilingtem müll kleider hergestellt werden oder fairtrade modetage.aber vom prinzip funktioniert bestimmt die ganze modeindustrir nach hauptsächlich männer schwulen bildern abgemagert dem manne ähnlich.
aber wie gesagt war nie so mein thema da kann claudia oder andere mehr dazu sagen!